• Die Polizei hat das Grüne Gewölbe abgesperrt. Foto: Tino Plunert

    Die Polizei hat das Grüne Gewölbe abgesperrt. Foto: Tino Plunert

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    Die Polizei hat das Grüne Gewölbe abgesperrt. Foto: Tino Plunert

Einbruch im Grünen Gewölbe - Update

Zuletzt aktualisiert:
Autor: RR/DPA

Nur langsam dringt Licht ins Dunkel um den Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden. Die Arbeit am Tatort ist abgeschlossen. Die Täter haben zahlreiche Spuren verwischt. Gäste erhalten wieder Zugang zum Schloss, nicht aber zum historischen Teil der Schatzkammer.

Einbrecher hatten am Montagmorgen aus einer Vitrine des historischen Grünen Gewölbes kostbare Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten gestohlen. Die Täter waren im Schutz der Dunkelheit über eines der vergitterten Fenster in das berühmte Museum eingedrungen. Auf einem Überwachungsvideo sind zwei Täter zu sehen, von denen einer mit einer Axt auf eine Vitrine im Juwelenzimmer der Schatzkammer einschlägt.  Das Fluchtauto brannte aus.  

Auch der Brand am Montagmorgen an der Augustusbrücke hängt mit dem Einbruch zusammen. Dort hatte eine Starkstromleitung gebrannt. Wir hatten darüber berichtet. Rund um den Schloßplatz funktionierte die Straßenbeleuchtung nicht.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Audio:

Viele Dresdner und Besucher sind bestürzt und fassungslos. Hören Sie hier einige Stimmen.

Freitag | 29.11.2019

Update 14:20 Uhr

Für Besucher bleibt das barocke Schatzkammermuseum aber weiter geschlossen. Nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen sind Reparaturen nötig, da die Einbrecher an der Vitrine erhebliche Schäden verursacht haben. Wann die Räume wieder zugänglich sind, ist noch unklar.

Update 14:02 Uhr

Die Kriminaltechniker haben ihre Arbeit am Tatort im Residenzschloss beendet. «Die Räume sind freigegeben», sagte ein Polizeisprecher. Für die Ermittler beginne nun «die Puzzlearbeit», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jürgen Schmidt. Auf die ausgesetzte Belohnung in Höhe von einer halben Million Euro habe es bisher keine Reaktion gegeben.


Donnerstag | 28.11.2019

Update 22:30 Uhr

Die mit einer Axt stark beschädigte Vitrine, in der sich Brillant- und Diamantgarnituren sowie der Brillantschmuck der Königinnen befanden, wurde inzwischen von Mitarbeitern des Museums ausgeräumt. Die verbliebenen Exponate wurden geborgen. Nun müssen die Schäden beseitigt werden, was mindestens bis Dienstagabend dauern wird, wie ein Sprecher der Sammlungen mitteilte. Über die Wiedereröffnung werde erst in der kommenden Woche entschieden.

Update 21:45 Uhr

In dem spektakulären Kriminalfall fehlt nach wie vor eine heiße Spur. Die Soko geht inzwischen 342 Tipps aus der Bevölkerung nach, darunter in 49 Fällen von Bildern und Videos

Update 17:01 Uhr

Das Fenster am Grünen Gewölbe, durch das die Diebe am Montagmorgen geklettert waren, entwickelt sich zum Zuschauermagnet. Touristen und Besucher fotografieren den Tatort in den letzten Stunden immer wieder. Die Diebe hatten das Fenstergitter sowie eine Glasscheibe zerstört und drangen so in das Gebäude ein.

Update 15:45 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat eine Belohnung zur Aufklärung des Einbruchs ins Grüne Gewölbe ausgesetzt. Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, werden mit 500.000 Euro belohnt. „Mit der Auslobung von einer halben Million Euro für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, die am Montag in das Grüne Gewölbe in Dresden einbrachen, unternehmen die Ermittlungsbehörden einen weiteren wichtigen Schritt, die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir wer-den nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen.«, so der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp.Inzwischen wurde die Sonderkommission von 20 auf 40 Beamte aufgestockt. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. 

Update 15:36 Uhr

Vier Tage nach dem Diebstahl historischer Juwelen aus dem Dresdner Residenzschloss steht die Tatortarbeit im historischen Teil des Grünen Gewölbes vor dem Abschluss. "Es ist geplant, die Räume im Laufe des Freitagvormittags freizugeben", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. 

Update 13:45 Uhr

Die Chancen, dass die gestohlenen Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe in Dresden zurückkommen, sind aus Sicht des Kunstdiebstahl-Experten Willi Korte eher gering. «Meine große Befürchtung ist, dass die Steine herausgebrochen und individuell verkauft werden», sagte er am Donnerstag der DPA. «Diamanten haben schon immer als Zahlungsmittel gegolten.» Auch in der Halb-Unterwelt Südamerikas, Osteuropas oder Asiens. «Selbst wenn sie nur einen Bruchteil ihres realen Marktwerts erbringen von zehn bis 20 Prozent, rentiert sich das gemessen am Aufwand immer noch», sagte Korte. Nach seiner Einschätzung hatten es die Einbrecher, die am Montag wertvolle historische Juwelen erbeuteten, zu leicht. 


Mittwoch | 27.11. 2019

Update 17:00 Uhr

Die Einbrecher erbeuteten elf Objekte und Teile von zwei Objekten sowie eine Gruppe von Rockknöpfen, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen mit. Von dem Einbruchsdiebstahl betroffen ist im Juwelenzimmer die Vitrine mit der Diamantrosengarnitur, der Brillantgarnitur und dem Diamantschmuck und den Perlen der Königinnen (rund 100 Einzelobjekte). Diese drei Garnituren enthalten Diamanten in verschiedenen Schliffformen, die zum allergrößten Teil von August dem Starken und August III. erworben worden sind. Ihre Fassungen erhielten sie größtenteils zwischen 1782 und 1789. Mehr Informationen und Fotos finden Sie hier.

Update 16:47 Uhr

Innenminister Roland Wöller sagte uns, dass die Arbeit am Tatort noch heute abgeschlossen werden soll.

Update 14:55 Uhr

Am Nachmittag teilte die Polizei mit: "Die Tatortarbeit gestaltet sich sehr aufwendig. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass die Einbrecher einen Pulverlöscher am Tatort entleerten, um Spuren zu verwischen»,

Update 13:51 Uhr

Die Polizei teilte mit, dass Ermittler derzeit noch Aufnahmen verschiedener Überwachungskameras auswerten.

Update 12:55 Uhr

Die Polizei hat mittlerweile mehr als 200 Hinweise aus der Bevölkerung zum Einbruch in das Grüne Gewölbe bekommen. Die Polizei hatte am Dienstag ein Portal für Hinweise geschaltet: sn.hinweisportal.de

Update 12:48 Uhr

Nach neuesten Informationen geht die Polizei von vier Tätern aus, die an dem Einbruch in das Grüne Gewölbe beteiligt gewesen sind.

Update 11:56 Uhr

Das Dresdner Residenzschloss hat am Mittwoch erstmals nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe wieder geöffnet. Der Andrang hielt sich in Grenzen, «es sind weniger als normal nach dem regulären Schließtag», sagte eine Mitarbeiterin an der Kasse im Kleinen Schlosshof. Das Grüne Gewölbe muss aber noch geschlossen bleiben.

Update 11:07 Uhr

Der Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, äußerte sich am Mittwoch in einem Interview mit der «Sächsischen Zeitung» zu Details der Sicherheit im Schatzkammermuseum. «Unser Sicherheitssystem ist vor vier Jahren überprüft worden mit dem Ergebnis: alles bestens», sagte er. «Das war fast wie «Mission Impossible», was die da veranstaltet haben.» Überrascht zeigte sich Syndram davon, wie schnell das Glas der Vitrine zerstört werden konnte. «Das, was uns der Lieferant des Sicherheitsglases versprochen hat, hat nicht gehalten.» Man sei davon ausgegangen, dass man eine Viertelstunde mit einer Axt darauf einschlagen muss, bevor es beschädigt werden kann.

Update 11:00 Uhr

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sieht eine neue Bedrohung für die Sicherheit von Museen. Ermittlungsbehörden wie Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter und Sicherheitsfachleute der Museen sollten sich zusammensetzen und beraten, wie darauf reagiert werden könne, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir sollten eine kleine Taskforce einsetzen, die sich genau darüber Gedanken macht aufgrund dieser ganz spezifischen neuen Gefährdungslage.»

Update 10:56 Uhr

Die Ermittler fahnden weiter nach den Tätern, nur das von ihnen in brand gesteckte Fluchtauto wurde bislang gefunden. Der Ausfall der Straßenbeleuchtung am Schloss während des Einbruchs geht ebenfalls auf ihr Konto.

Update 08:55 Uhr

Erstmals nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe öffnen heute 10.00 Uhr die Türen des Dresdner Residenzschlosses wieder für Besucher. Aber das Historische Grüne Gewölbe, die rekonstruierte barocke Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige, bleibt vorerst weiter geschlossen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen mitteilten.


Dienstag | 26.11.2019

Update 17:35 Uhr

Die Wachmänner im Grünen Gewölbe haben wegen des brutalen Vorgehens der Täter beim Einbruch in die Schatzkammer nicht eingegriffen. Ein solcher Eingriff sei immer eine Ermessensfrage, teilte die Leitung der Staatlichen Kunstsammlungen  mit. Im konkreten Fall hätten sich die beiden Wachleute entschieden, die Polizei zu informieren und auf deren Eintreffen gewartet. Anders als zunächst bekanntgegeben, sind die Wachleute mit Schlagstöcken bewaffnet.

«Die Täter sind mit hoher krimineller Energie und Vorsatz an den sächsischen Staatsschatz herangetreten», sagte der Technische Leiter der SKD, Michael John. Der Angriff sei in außergewöhnlicher Weise vor- und nachbereitet worden. Aus diesem Grund gehe man auch von Insiderwissen aus. Es wäre schrecklich wenn es einen Mittäter innerhalb der SKD gebe, sagte Generaldirektorin Marion Ackermann.

Update 16:52 Uhr

Die Diebe konnten weniger entwenden, als bislang angenommen. Museumsdirektor Dirk Syndram sagte: "Ein großer Teil, numerisch, der Brilliantganitur, die Schuhschnallen, der Hofdegen ist nicht in die Reichweite der Diebe gekommen. Wahrscheinlich waren sie zeitmäßig auch sehr eingeschränkt. Bei der Garnitur der Königin und den Perlen der Königin sind die beiden Perlenketten erhalten geblieben. Auch die unschätzbar wertvolle Kette mit den Süßwasserperlen aus Sachsen."

Update 16:42 Uhr

Der kaufmännische Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Burghardt, hat das Vorgehen des Sicherheitspersonals beim Einbruch in das Residenzschloss verteidigt. Einer der beiden Wachleute habe sich dafür entschieden, die 110 zu wählen und nicht den Alarmknopf zu drücken. Dieser signalisiere nur, dass etwas nicht in Ordnung sei. Dank des direkten Drahts zur Polizei habe das Gespräch gleich aufgezeichnet werden können. Innerhalb «kürzester Zeit» hat es laut Burghardt drei Alarmierungen gegeben, zudem habe der Täter mit «brachialer Gewalt» auf die Vitrine eingeschlagen. Angesichts dieser Situation habe sich der Wachmann dafür entschieden, nicht zum Tatort zu gehen, sondern die Polizei am Diensteingang in Empfang zu nehmen.

Update 16:40 Uhr

Die Staatlichen Kunstsammlungen haben sich bis zum Einbruch in ihre Schatzkammer Grünes Gewölbe sicher gefühlt. SKD-Chefin Marion Ackermann und weitere leitende Angestellte verteidigten am Dienstag das bisherige Sicherheitskonzept. Es gebe in den Sammlungen mehrere Sicherheitszentralen, die mit jeweils zwei Personen rund um die Uhr besetzt sind, hieß es. Pro Jahr würden für Sicherheit acht Millionen Euro ausgegeben. Die Anzahl der Ausbildungstage im Sicherheitsgewerbe seien erhöht worden. Die Ausgaben für Sicherheit stiegen von Jahr zu Jahr.

Update 16:31 Uhr

Die Einbrecher im Grünen Gewölbe haben bei ihrem Diebstahl offenkundig Spuren mit Feuerlöschpulver verwischen wollen. Das sagte Museumsdirektor Dirk Syndram. Davon seien etwa Perlen betroffen. Es müsse nun geschaut werden, «wie sie das überstanden haben». Zur geplünderten Vitrine im Grünen Gewölbe meinte Syndram: «Leer ist sie nicht.» Sie zeige «ein Kampffeld». «Wir müssen schauen, wie wir sie auch wieder zum Glanz bringen können.»

Update 15:12 Uhr

Der Juwelendiebstahl aus dem historischen Grünen Gewölbe war nach Überzeugung der Ermittler «eine zielgerichtete und vorbereitete Tat». Dafür sprächen die Umstände insgesamt, wie die Polizei mitteilte.

Update 14:22 Uhr

Die Polizeidirektion hat am Dienstagnachmittag neue Informationen veröffentlicht. Bislang sind fast 100 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Polizei hat dafür auch ein Portal geschaltet: https://sn.hinweisportal.de .Fest steht mittlerweile, dass der ausgebrannte Audi das Fluchauto gewesen ist. Ermittler fanden Spuren vom Tatort im Wrack des Autos. Die Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße ist somit nun auch ein Tatort und abgesperrt.

Hier können Sie die komplette Info der PD Dresden nachlesen:

Pressemeldung der Polizei

Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

  • Tatortarbeit fortgesetzt
  • Fluchtfahrzeug bestätigt
  • Hinweisportal geschaltet

Nach dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in der Landeshauptstadt Dresden hat die 20-köpfige Sonderkommission „Epaulette“, unter Leitung des Kriminalrates Olaf Richter (51) in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Dresden die Untersuchungen in dem Fall weiter vorangetrieben.

Im Zuge der Ermittlungen hat sich der Hinweis bestätigt, wonach die Täter mit einem Audi A6 vom Tatort flüchteten und diesen kurze Zeit später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand setzten. So fanden die Ermittler Spuren vom Tatort im Wrack des Fahrzeuges. Damit ist auch die Tiefgarage ein Tatort und wurde vorübergehend abgesperrt. Vor diesem Hintergrund werden Kriminalisten auch Befragungen im Umfeld durchführen. 

Weiterhin gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand des Stromverteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke mit dem Einbruch in Verbindung steht. Der Verteilerkasten ist vorsätzlich in Brand gesetzt worden, woraufhin die Straßenbeleuchtung in der Umgebung des Tatortes ausfiel. 

Kriminalrat Olaf Richter: „Insgesamt sprechen die Umstände für eine zielgerichtete und vorbereitete Tat.“ 

Heute Vormittag untersuchten die Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen nochmals den Tatort. Die Tatortarbeit wird aktuell fortgesetzt. 

Eine abschließende Bestandsaufnahme der tatsächlich gestohlenen Schmuckstücke war aufgrund der polizeilichen Tatortarbeit bislang nicht möglich. Diese wird erst nach deren Abschluss von den Verantwortlichen des Historischen Grünen Gewölbes durchgeführt. 

In Anlehnung an den gestrigen Tatzeitraum waren heute früh Beamte der Bereitschaftspolizei im Bereich des Tatortes unterwegs und befragten Passanten. In diesem Zusammenhang sprachen Kriminalisten auch bereits mit Gästen eines Hotels in unmittelbarer Tatortnähe. Entscheidende Hinweise ergaben sich aus den Gesprächen bislang nicht. 

Aufgrund des gestrigen Zeugenaufrufes sind bei der Dresdner Polizei bislang 91 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese werden nun geprüft. Gleichzeitig hat die Soko „Epaulette“ einen Link auf das Hinweisportal der Polizei aktiviert. Dort können insbesondere auch Bild- und Videohinweise zur Straftat an die Polizei weitergegeben werden. Das Portal ist unter dem Link  https://sn.hinweisportal.de zu erreichen. 

Dahingehend wendet sich die Polizei nochmals an die Bevölkerung und fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? (ml)

Update 13:53 Uhr

Sachsen erntet neben Mitleid auch Hohn und Spott zum Einbruch in seine Schatzkammer Grünes Gewölbe. Nutzer von Sozialen Medien mokierten sich unter anderem über die schlechte Qualität des Überwachungsvideos. Die Polizei konterte darauf mit dem Vorschlag: «Dann leisten Sie doch einen konstruktiven Beitrag und unterstützen das Museum, z.B. über den Förderverein, anstatt sich online über schlechte Überwachungskameras zu echauffieren.»

Update 12:52 Uhr

Nach dem Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe ist für die Museumsleitung nach wie vor unklar, was und wie viel gestohlen wurde. Auch aufgrund der Polizeifotos von der geplünderten Vitrine sei nicht gesichert, welche Stücke fehlen, sagte der Direktor des Schatzkammermuseums, Dirk Syndram, am Dienstag. «Ich weiß, dass einige Objekte nicht an ihrem Platz sind. Aber ich kann nicht sagen, wie es auf dem Boden der Vitrine aussieht.» Klarheit könne nur eine Bestandsaufnahme bringen.

Update 10:18 Uhr

Einen Tag nach dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe im Dresdner Residenzschloss geht die Spurensuche der Polizei am Tatort weiter. «Die Arbeit wird heute fortgesetzt», sagte ein Sprecher am Dienstag. Bisher gebe es noch keine heiße Spur in dem Fall, nach den Tätern werde weiter gefahndet. Die Polizei will am frühen Nachmittag über den aktuellen Ermittlungsstand informieren.

Update 04:49 Uhr

Nach dem Fahndungsvideo hat die Polizei auch Fotos der zehn gestohlenen Schmuckstücke veröffentlicht.

Das Diebesgut sind nach bisherigen Erkenntnissen Diamanten und Brillanten aus dem 18. Jahrhundert. Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, sprach von einem «Staatsschatz». Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar.


Montag | 25.11.2019

Update Montag 19:10 Uhr

Nach dem spektakulären Überfall auf das Grüne Gewölbe in Dresden hat die Polizei nun ein Fahndungsvideoveröffentlicht. Nach diesen Männern wird gesucht. Sie wurden beim Einbruch gefilmt und haben Kunstschätze von kaum messbarem Wert gestohlen. Vermutlich zwei Täter stiegen über ein Fenster in das Residenzschloss mitten in der Dresdner Altstadt ein. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnten weitere Täter beteiligt gewesen sein. Bisher fehlt von ihnen jede Spur. Eine zehnköpfige Sonderkommission namens «Epaulette» fahndet derzeit mit Hochdruck nach den Tätern.

Die Überwachungskamera im Juwelenzimmer habe zwei Einbrecher gezeigt, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Volker Lange. Die Täter hätten zuvor ein Gitter durchtrennt und das Fenster eingeschlagen. Anschließend seien zielsicher auf eine Vitrine zugegangen und hätten diese zertrümmert.

Update 18:14 Uhr

Der Diebstahl in Dresdens berühmter Schatzkammer Grünes Gewölbe ist möglicherweise glimpflicher abgelaufen als zunächst befürchtet. «Wir wissen erst seit ein paar Minuten, nachdem der Tatort nochmal untersucht und die Spurensuche durchgeführt worden ist, dass zum Glück nicht alles von diesen drei Ensembles mitgenommen worden ist, dass doch eine ganze Menge Objekte noch da sind», sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, am Montag. «Wir wussten sofort, dass aus einer Vitrine gestohlen worden ist, und darin befinden sich eben diese drei Diamant-Garnituren.»

Update 17:26 Uhr

Die Polizei hat soeben weitere Einzelnheiten veröffentlicht. So sind die Täter mit einem Audi A6 vom Tatort geflüchtet. Ein baugleiches Fahrzeug wurde später in einer Tiefgarage Kötzschenbroder Straße in Brand gesetzt. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.

Die Ermittler gehen auch davon aus, dass der Brand eines Verteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke im Zusammenhang mit der Tat steht. Durch das Feuer fiel rund um den Schlossplatz die Straßenbeleuchtung aus. Die Polizei hat eine 20-köpfige Sonderkommission gegründet und hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Pressemeldung der Polizei

Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

  • Schmuckstücke gestohlen
  • Täter auf der Flucht
  • Polizei richtet Sonderkommission ein

Zeit:     25.11.2019, 04.56 Uhr festgestellt
Ort:      Dresden-Altstadt

Heute Morgen sind Unbekannte in das Historische Grüne Gewölbe an der Straße Taschenberg eingebrochen und haben aus einer Vitrine hochwertige Schmuckstücke gestohlen. 

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes alarmierten die Dresdner Polizei am frühen Morgen über den Einbruch. Diese leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, an denen unter anderem 16 Funkstreifenwagen beteiligt waren. Gleichzeitig wurden die Bundespolizei sowie angrenzende Polizeidienststellen in die Maßnahmen mit einbezogen. Die Täter konnten bislang nicht ergriffen werden. Die Fahndung dauert an. 

Nach einer Untersuchung der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Täter zunächst ein Fenstergitter des Gebäudes in Richtung Sophienstraße zerstört. Danach zerstörten sie das dahinterliegende Glaselement und drangen in die Räume ein. Im Anschluss zerstörten sie mit einer Axt eine Vitrine, die im sogenannten Juwelenzimmer stand. In der Folge stahlen sie aus dieser mehrere mit Edelsteinen besetzte Schmuckstücke. In Gänze dauerte die Tat nur wenige Minuten. 

Hinweisen zufolge sind die Einbrecher mit einem Audi A6 vom Tatort geflüchtet. Ein baugleiches Fahrzeug wurde später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand gesetzt. Der Audi wurde von Kriminalisten untersucht und sichergestellt. 

Gleichzeitig gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand eines Verteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke im Zusammenhang mit dem Einbruch steht. Durch das Feuer fiel in der Umgebung des Tatortes die Straßenbeleuchtung aus. 

Vor dem Hintergrund der Geschehnisse hat die Polizeidirektion Dresden eine Sonderkommission ins Leben gerufen. In der Kommission, die den Namen „Epaulette“ trägt, arbeiten aktuell 20 Kriminalisten an der Klärung des Falls.

Im Verlauf des Vormittages werteten Kriminalisten die Aufzeichnungen der Überwachungskameras des Historischen Grünen Gewölbes aus. Auf diesen sind zwei Einbrecher zu sehen. Die Kriminalpolizei geht jedoch davon aus, dass weitere Täter beteiligt waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen sind verschiedene Schmuckstücke, unter anderem auch eine Epaulette, gestohlen worden. 

Die Polizei fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? Wer kann Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Gegenstände geben? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (ml)

Update 16:50 Uhr

Alexander Prinz von Sachsen hat sich nach dem Kunstdiebstahl im Dresdner Grünen Gewölbe bestürzt gezeigt. «Wir waren immer davon ausgegangen, dass das gesamte Grüne Gewölbe zu den sichersten Räumen ‎auf der Welt gehören würde», sagte der Präsident der Freunde des Grünen Gewölbes am Montagnachmittag. Er hoffe, dass es der Polizei gelinge, «diese einzigartigen Schätze unserer sächsischen Geschichte und Identität aufzufinden ‎und sicher in die Sammlungen zurückzubringen». Alexander Prinz von Sachsen ist der Chef des früheren sächsischen Herrscherhauses Wettin.

Update 16:41 Uhr

Das Diebesgut sind nach bisherigen Erkenntnissen Diamanten und Brillanten aus dem 18. Jahrhundert. Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, sprach von einem «Staatsschatz». Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar.

Update 14:46 Uhr

Über die Kamera im Juwelenzimmer seien zwei Einbrecher zu sehen gewesen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Volker Lange. Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Tatverdächtige beteiligt gewesen sein. Die Täter hätten ein Gitter durchtrennt und das Fenster eingeschlagen. Sie seien zielsicher auf eine Vitrine zugegangen und hätten diese zertrümmert.

Update 14:40 Uhr

Reporter @JCzerwinka fasst die Erkenntnisse der Pressekonferenz zusammen.#gruenesGewoelbe#Dresdenpic.twitter.com/aiIHCskoJs

— Radio Dresden (@RadioDresden) November 25, 2019

Update 14:30 Uhr

Nach dem Einbruch in Dresdens berühmte Schatzkammer Grünes Gewölbe wird auch das Sicherheitskonzept nochmal überprüft werden. «Ein solches Vorkommnis wird natürlich dazu führen, dass man sich die Frage stellen muss, was man noch verschärfen muss, was man anders machen muss», sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, am Montag. Sie seien auf dem Stand gewesen, dass das, was man tun könne, gemacht worden sei. «100-prozentige Sicherheit gibt es nicht», sagte Ackermann bei einer Pressekonferenz. Sonst würden nicht weltweit so viele Einbrüche in Museen vorkommen. Auch Polizeipräsident Jörg Kubiessa sagte, natürlich werde das Sicherheitskonzept nochmal geprüft. Aber dazu müsse man erstmal wissen, was passiert sei.

Update 14:01 Uhr

Nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe kann das Residenzschloss eventuell am Mittwoch wieder geöffnet werden. Dies habe die Polizei in Aussicht gestellt. «Es ist noch unklar, ob wir das wirklich machen können», sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen, Marion Ackermann, am Montag in Dresden. Nach dem Einbruch blieb das Residenzschloss am Montag für Besucher geschlossen. Ein Schild am Eingang in deutscher und englischer Sprache wies darauf hin, dass das Museum aus «organisatorischen Gründen» geschlossen bleibe. Laut Ackermann hatte das Sicherheitspersonal die Verdächtigen auf der Videoüberwachung gesehen und die Polizei alarmiert. Das Personal sei nicht bewaffnet.

Update 13:56 Uhr

Die Dresdner Polizei hat nach dem Einbruch ins historische Grüne Gewölbe nach eigenen Angaben auch Kontakt zu Ermittlern in Berlin aufgenommen. Sie stünden in Kontakt mit Berlin, um zu sehen, «was gibt es für Zusammenhänge, was gibt es für ähnliche Tatmuster», sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Volker Lange, am Montag bei einer Pressekonferenz. In Berlin hatten Unbekannte im Frühjahr 2017 im Bodemuseum eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze gestohlen. Geprüft werde auch der Brand eines Stromkastens und ein Fahrzeugbrand. Das Fahrzeug sei abgemeldet gewesen, sagte Lange.

Update 13:45 Uhr

Nach Meinung der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, lässt sich der Wert des Diebesguts aus dem Grünen Gewölbe nicht beziffern. Das mit dem Wert sei so eine Sache, sagte sie am Montag bei einer Pressekonferenz. Sie könnten das nicht «in einem Wert» auflösen. Betroffen sei eine Vitrine mit drei Juwelengarnituren, sagte Ackermann. Die besondere Bedeutung liege weniger im Materialwert als in der Vollständigkeit des Ensembles. Sie hofften, dass das Diebesgut aufgrund der «internationalen Bekanntheit» dem Kunstmarkt entzogen sei.

Update 13:14 Uhr

LKA: Täter sind über ein Fenster, Sichtrichtung Schloßplatz, ins Grüne Gewölbe eingestiegen. Es sollen zwei Täter sein. Fahnungsfotos werden im Laufe des Tages veröffentlicht. Es wird gepüft, ob die Brände an der Augustusbrücke und in einer Tiefgarage mit dem Überfall im Zusammenhang stehen. Die Straßenbeleuchtung rund um die Schloßplatz war ausgefallen.

Update 13:10 Uhr

Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa: Bislang kein Fahndungserfolg! Erstmeldung zu Einbruch am Montag 4:59 Uhr. Die Bundespolizei ist in die Fahndungsmaßnahmen mit einbezogen.

Update 12:53 Uhr

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange sagte: "Es sind wertvolle Kunstgegenstände verschwunden. Wir wissen momentan noch nicht genau, in welchem Umfang. Die Spurensicherung arbeitet noch." Es sei ein großer kulturpolitischer Schaden, wenn es nicht gelingt, diese Kunstgegenstände zurückzubekommen. Das sei jetzt Auftrag von Politik und Polizei.

Update 12:24 Uhr

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat nach eigenen Angaben mit einem Einbruch in das Grüne Gewölbe «beim besten Willen nicht gerechnet». Auch für ihn seien die Sicherheitsmaßnahmen der Staatlichen Kunstsammlung am Residenzschloss ausgezeichnet und umfassend gewesen. «Wir sehen, dass das nicht der Fall ist», sagte Kretschmer am Montagmittag am Residenschloss.

#Ministerpräsident@MPKretschmer zu den Vorfällen. pic.twitter.com/8aZ3MKGV19

— Radio Dresden (@RadioDresden) November 25, 2019

Update 12:19 Uhr

Innenminister Roland Wöller: Wir haben eine Sonderkommission gegründet und fahnden mit Hochdruck nach den Tätern.

Sachsens Innenminister Roland Wöller zum Milliardenraub im Grünen Gewölbe #gruenesgewoelbepic.twitter.com/6WS2nw1FKD

— Radio Dresden (@RadioDresden) November 25, 2019

Update 12:13 Uhr

Auch dieser Tiefgaragenbrand soll im Zusammenhang mit dem Raub im Grünen Gewölbe stehen. 4 PKW brannten. Alle weiteren Fahrzeuge wurden durch Hitze und Ruß beschädigt. 

Update 12:04 Uhr

Nach dem Einbruch besichtigten Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Museumsdirektor Dirk Syndram von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) den Tatort von außen. Für Besucher bleibt das Residenzschloss geschlossen. Für 13.00 Uhr ist eine Pressekonferenz der Polizei und des Museums geplant.

Update 11:55 Uhr

Eines der wertvollsten Stücke des Grünen Gewölbes wird derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellt - der Grüne Diamant. Das Hut-Schmuckstück mit dem einzigartigen Stein von 41 Karat und natürlicher Färbung gilt als spektakulärste Leihgabe der Ausstellung «Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe».

Update 11:50 Uhr

Nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe ist die Schadenshöhe noch unklar. «Aktuell ist unsere Tatortgruppe des #LKA im Einsatz und untersucht den Tatort», teilte die Polizei Sachsen am Montagmorgen bei Twitter mit. «Aussagen zum Stehlschaden sind noch nicht möglich.» Die Räume des Museums sind eigentlich streng gesichert.

Update 11:30 Uhr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und weitere Vertreter der Staatsregierung sind vor Ort. 12 Uhr sollen weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

Update 11:42 Uhr

Im Zuge eines Einbruches heute Morgen in das Museum #GrünesGewölbe in #Dresden wird es heute um 13 Uhr eine Pressekonferenz geben. Diese wird im Residenzschloss im Hans-Nadler-Saal stattfinden.

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 25, 2019

Reporter Jens Czerwinka ist vor Ort

Milliarden-Raub im Grünen Gewölbe! Unser Reporter @JCzerwinka berichtet vor Ort! pic.twitter.com/APOKaaoFbM

— Radio Dresden (@RadioDresden) November 25, 2019

Update 11:08 Uhr

Das #LKA ist vor Ort und untersucht den Tatort.#GrünesGewölbe#Dresdenpic.twitter.com/nOksCDJvx6

— Radio Dresden (@RadioDresden) November 25, 2019

Heute morgen gab es einen Einbruch in das historische Museum #GrünesGewölbe in #Dresden. Aktuell ist unsere Tatortgruppe des #LKA im Einsatz und untersucht den Tatort. Aussagen zum Stehlschaden sind noch nicht möglich. Im Laufe des Tages folgen weitere Informationen. pic.twitter.com/M9Lk6STjPz

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 25, 2019

Kretschmer bestürzt über Einbruch in Grünes Gewölbe

 Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigt sich bestürzt über den Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe. «Nicht nur die Staatlichen Kunstsammlungen wurden bestohlen, sondern wir Sachsen!», sagte Kretschmer am Montag. In Dresdens Schatzkammer war am frühen Montagmorgen eingebrochen worden. Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung, die Höhe des Schadens ist derzeit noch unklar.

«Die Werte, die im Grünen Gewölbe und im Residenzschloss zu finden sind, sind von den ‎Menschen im Freistaat Sachsen über viele Jahrhunderte hart erarbeitet wurden», betonte Kretschmer. «Man kann die ‎Geschichte unseres Landes, unseres Freistaates nicht verstehen, ohne das Grüne Gewölbe und ‎die Staatlichen Kunstsammlungen Sachsens.»