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Ehemaliges Pionierlager wird Asyl-Unterkunft

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Der Eigen­tümer des ehema­ligen Pionier­la­gers in Einsiedel hat den umstrit­tenen Mietver­trag mit dem Freistaat unter­zeichnet. Das sagte ein Sprecher des Innen­mi­nis­te­riums unserem Sender. Damit wird das abgele­gene Lager demnächst zur Notun­ter­kunft für zunächst 540 Flücht­linge. Details zu den Plänen will die zustän­dige Landes­di­rek­tion am Mittwoch auf einer Anwoh­ner­ver­samm­lung bekannt geben. Für den gleichen Tag hat die Bürger­initia­tive Einsiedel erneut eine Demo angekün­digt. Gegen das Asylheim im ehema­ligen Pionier­lager gibt es erheb­li­chen Wider­stand, da viele offene Fragen zu Sicher­heit und Brand­schutz nicht geklärt sind. Für Zündstoff sorgt unter­dessen weiterhin die Infor­ma­ti­ons­po­litik der Behörden. Unser Sender erfuhr von der Unter­zeich­nung des Mietver­trages erst nach mehrma­liger Nachfrage im Innen­mi­nis­te­rium. Dort hieß es, mit der Stadt Chemnitz habe es bereits Anfang letzter Woche Einver­nehmen über die Pläne gegeben. Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig hatte sich am Mittwoch im Stadtrat kritisch zu dem Mietver­trag geäußert und um Aufschub gebeten.