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Ehemaliger Tatverdächtiger im Fall Daniel H. stellt Strafanzeige

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Im Fall um den gewaltsamen Tod des Chemnitzers Daniel H. hat ein ehemaliger Tatverdächtiger Strafanzeige gegen einen Richter und einen Staatsanwalt gestellt. Es gehe um den Verdacht der Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung, teilte der Anwalt des ehemaligen Beschuldigten am Freitag mit. Staatsanwalt und Haftrichter hätten wider besseres Wissen den dringenden Tatverdacht gegen seinen Mandanten bejaht, sagte Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin aus Berlin.

Daniel H. ein 35 Jahre alter Deutscher, war Ende August 2018 am Rande des Chemnitzer Stadtfestes erstochen worden. Ein Tag nach der Tat war der damals 22 Jahre alter Iraker Yousif A. unter dem dringenden Tatverdacht verhaftet worden. 23 Tage später kam er auf freien Fuß.

Es sei zu vermuten, dass dem Handeln des Staatsanwalts und des Haftrichters politische und damit sachfremde Erwägungen zugrunde lagen und lediglich ein rascher Erfolg vorgetäuscht werden sollte, sagte Anwalt Dost-Roxin. Ein Sprecher des Generalstaatsanwaltes in Dresden bestätigte den Eingang der Anzeige. Der Inhalt werde geprüft, hieß es.

Der Prozess um die tödliche Messerattacke in Chemnitz beginnt am 18. März, aus Sicherheitsgründen in einem speziell gesicherten Saal des Dresdner Oberlandesgerichts. Angeklagt ist ein Syrer wegen gemeinschaftlichen Totschlags und gemeinschaftlichen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. (dpa)

Mitteilung des Rechtsanwaltes