Ehemalige Holzkirche wird zum Restaurant
Die ehemalige Holzkiche vom Kaßberg wird heute als Restaurant wiedereröffnet. Das nicht mehr benutzte Gotteshaus war mit Hilfe eines Investors oberhalb des Kappelbachs wiederaufgebaut worden - statt Gesang und Gebet gibt es jetzt deutsche Küche. Außerdem ist ein Biergarten entstanden, der künftig vor allem Radler anlocken soll. Die Holzkirche gehörte früher der Dreieinigkeitsgemeinde. In den Wiederaufbau hat der Chemnitzer Unternehmer Jörg Mierbach mehr als 700.000 Euro investiert. Christen aus den USA hatten die Fertigteilkirche den Chemnitzern nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt. Sie stand an der Ecke Kaßbergstraße/Weststraße und diente der Dreieinigkeitsgemeinde jahrzehntelang als Notkirche. Die Steinkirche der Gemeinde war am 5. März 1945 von den Amerikanern zerbomt worden, als Wiedergutmachung kam die Fertigteilkirche aus den USA nach Chemnitz. Bis zur Einweihung der neuen Kirche 1979 wurden in dem Holzhaus Gottesdienste abgehalten. Danach wurde sie entwidmet und stand lange Zeit leer. Für Denkmalpfleger hat die knapp 160 Quadratmeter große Kapelle stadtgeschichtlich und baukünstlerisch einen hohen Wert. Deshalb wurde sie 2001 in die Liste der Kulturdenkmäler in Sachsen aufgenommen. Dennoch durfte sie 2009 abgetragen werden.