Dulig sieht Sachsen mit Investitionen als Gewinner
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht gute Chancen dafür, dass die einheimische Wirtschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht. „Deutschland hat eine starke und robuste Wirtschaft. Das gilt auch für Sachsen“, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Bestimmte Branchen sind aber durch die Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen worden. Das betreffe nicht nur Gastronomie und Einzelhandel. Es gebe auch eine indirekte Betroffenheit der Industrie durch Lieferengpässe.
„Aber jetzt zu glauben, wir müssten nicht investieren und könnten Wirtschaftspolitik nur nach Kassenlage zu machen, wäre verräterisch“, sagte er. Corona habe den Fokus nur verschoben. Die Herausforderung bestehe darin, dass verschiedene Transformationsprozesse derzeit parallel laufen. Bis 2045 müsse die gesamte Wirtschaft CO2-neutral sein. Hinzu kommen die Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz. „Wir sehen, dass bestimmte technologische Entwicklungen nicht mehr in Europa stattfinden, sondern in Asien und Nordamerika.“
„Deshalb ist es eine Überlebensfrage, jetzt klug und stark zu investieren“, sagte Dulig. Der CDU-Finanzminister dürfe nicht auf der Bremse stehen. „Wer jetzt nicht in den Wandel investiert, wird den globalen Wettlauf verlieren. Ich möchte, dass Sachsen auf der Gewinnerseite steht.“