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DSV-Adler gewinnen Teamspringen in Klingenthal

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Die deutschen Skispringer haben zum Auftakt in die neue Weltcup­saison einen „Heimsieg“ in Klingen­thal gefeiert. Markus Eisen­bichler, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Severin Freund setzten sich mit 198,0 Punkten letzt­lich souverän vor Japan (1068,9) und Norwegen (1061,2) durch.

Das deutsche Team glänzte vor 7.450 begeis­terten Zuschauern vor allem durch Ausge­gli­chen­heit, wobei Markus Eisen­bichler ein klein wenig heraus­ragte. Seinen 131,0 Metern aus dem ersten Versuch ließ er im Finale starke 142,0 Meter folgen. Lokal­ma­tador Richard Freitag kam auf 132,0 und 136,5 Meter, Andreas Wellinger glänzte mit Weiten von 133,5 und 139,5 Metern. Skiflug­welt­meister Severin Freund sicherte den Sieg schlie­ß­lich mit seinen Sprüngen auf 130,5 und 135,0 Meter.

Eisen­bichler freute sich anschlie­ßend: „wir sind sehr zufrieden. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich heute so gut springe. Es ist zwar in den letzten Wochen gut gelaufen, aber das heute war doch überra­schend für mich. Erwar­tungen habe ich auch nach diesem Ergebnis von heute keine großen. Ich werde morgen wieder mein Bestes geben und hoffe, dass es auch morgen zu einem guten Ergebnis reichen wird. Die Bedin­gungen waren heute traum­haft, es gab ganz leicht Auf- und Rücken­wind, aber es war immer fair.“

Das japani­sche Quartett mit Reruhi Shimizu, Daiki Ito, Taku Takeuchi und Noriaki Kasai hatte nach dem ersten Durch­gang noch 0,4 Punkte vor dem den Deutschen gelegen und zeigte ebenfalls keinen Sprung unter 130,0 Metern. Reruhi Shimizu sagte anschlie­ßend: „Der zweite Platz ist für unsere Mannschaft ein sehr gutes Ergebnis. Aber mit meinen Sprüngen war ich heute nicht ganz zufrieden. Wenn ich mich morgen steigern kann, ist im Einzel auch ein Podest­platz möglich.“

Die Norweger konnten vor allem dank Anders Fannemel, der auf 136,0 und 144,0 Meter kam, lange Schritt halten. Rune Velta schätzte ein: „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Es gibt noch kleine Details, die wir verbes­sern können aber wir sind auf einem guten Weg. Natür­lich gibt es auch an einem Tag wie heute nicht für alle Athleten die exakt gleichen Bedin­gungen. Wir möchten zu den besten Teams der Welt gehören und arbeiten sehr hart daran.“

Über einen überra­schenden vierten Platz durfte sich das finni­sche Team freuen. Heraus­ra­gend dabei war Asikainen mit Weiten von 141,0 und 141,5 Metern.

Rang fünf ging an die hoch gehan­delten Slowenen mit Jurj Tepes, Robert Kranjec, Jernej Damjan und Peter Prevc. Einer besseren Platzie­rung stand vor allem die fehlende Konstanz im Weg.

Hinter den Mannschaften aus Tsche­chien und der Schweiz musste sich das öster­rei­chi­sche Team bei der Weltcup-Premiere des neuen Trainers Heinz Kuttin mit einem enttäu­schenden achten Rang begnügen. Einzig Stefan Kraft konnte ansatz­weise überzeugen. Dabei entgingen die Öster­rei­cher dem Aus nach Runde eins nur um einen Zehntel Punkt. Und zwar auf Kosten des polni­schen Teams, das kurzfristig auf Doppel­olym­pia­sieger Kamil Stoch verzichten musste. Stoch hatte sich bereits am Freitag beim Aufwärmen leicht verletzt und wurde durch Jan Ziobro ersetzt.

Auch die Mannschaften aus Russland, Italien und den USA verpassten den Sprung in den Final­durch­gang.

Am Sonntag folgt in Klingen­thal ab 11.30 Uhr der erste Einzel­weltcup der Saison.