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Garage vom Trucker-Weihnachtsmann wird Chefsache

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Unsere Beiträge sorgten für Aufregung im Markranstädter Rathaus: Peter Serve (69), der seit Jahren an Weihnachten Geschenke zu Truckern auf Autobahnparkplätze bringt, soll die nicht mehr in seiner Garage packen dürfen. Laut sächsischer Garagenordnung droht nämlich ein Bußgeld, wenn man seine Garage zweckentfremdet.

Und darauf sei er nach seiner Aussage zuletzt mehrfach hingewiesen worden. Von verschieden Seiten. Von Ordnungsamtsmitarbeiterinnen und vom Verpächter, einer Tochterfirma der Stadt. Und das, obwohl er vor Kurzem beim Neujahrsempfang von Markranstädt für sein besonderes Engagement ausgezeichnet wurde. Serve versteht die Welt nicht mehr. „Ich mache trotzdem weiter“, sagte er uns am Donnerstag trotzig.

Bürgermeisterin Nadine Stitterich will sich persönlich darum kümmern

Wir haben bei der Stadt nachgefragt. Dort wurde der Fall dann prompt Chefsache: Bürgermeisterin Nadine Stitterich (45) setzt sich nun persönlich für den engagierten Rentner ein: „Wir waren da sehr überrascht und schockiert, weil uns war das Thema gar nicht bekannt und bewusst“, so die Rathaus-Chefin.

Stitterich weiter: „Ich finde das eigentlich sehr schade, dass es da so viele bürokratische Hürden gibt, die ehrenamtliches Engagement eigentlich in dem Moment hemmen.“ So etwas dürfe es nicht geben. Sie als Bürgermeisterin könne natürlich die Gesetze nicht ändern. Das müsse jedem klar sein. „Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass wir alles tun, um Herrn Serve weiterhin zu unterstützen.“

„Er wird weiterhin seine Pakete packen dürfen.“

Durch die Berichterstattung im Radio seien am Freitag auch ganz viele private Angebote gekommen. Das müsse man sich jetzt alles anschauen. „Ich werde Herrn Serve auch noch mal einladen, um das alles mit ihm zu besprechen“, so Stitterich. Man wolle im gesetzlichen Rahmen alles für ihn tun. „Also er wird weiterhin seine Pakete packen dürfen, so viel kann ich schon mal sagen.“

Audio:

Markranstädts Bürgermeisterin Nadine Stitterich (45) möchte helfen: