Dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern bleibt bestehen
Die Stadt will auch in Zukunft an der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern festhalten. Das hat Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig noch einmal bekräftigt, nachdem es nach einer Einwohnerversammlung auch bei den Stadträten zu Irritationen gekommen war. Man werde Asylbewerber weiterhin vorrangig in Wohnungen einquartieren, wenn es sich um Familien handle, so Ludwig. Alleinreisende junge Männer aus sicheren Herkunftsstaaten sollen allerdings künftig nur noch in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Das sei bis Herbst 2015 auch gängige Praxis gewesen, so das Stadtoberhaupt. Jetzt, wo sich der Ansturm gelegt habe, kehre man zur ursprünglichen Regelung im Unterbringungskonzept zurück. Ausnahme seien bereits bestehende Wohngruppen, die gut funktionieren. Wo es Ärger oder Straftaten gebe, werden man die Gruppen aber auflösen und die Männer in Gemeinschaftsunterkünfte umquartieren - die Wohnungen bleiben dann Familien vorbehalten.