Deutlich mehr Todesfälle in Sachsen
Im vergangenen Jahr sind in Sachsen deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren. Insgesamt starben knapp 62.000 Menschen. 2016 bis 2019 hatte die Zahl stets unter 56.000 gelegen. Das zeigen vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes.
Auch bundesweit sind 2020 mehr Menschen gestorben. Insgesamt führt die vorläufige Statistik für das Jahr rund 982 500 Sterbefälle auf; das ist ein fünfprozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. „Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen“, hieß es vonseiten des Bundesamtes. „Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau.“
Auffällig sei die Entwicklung während der zweiten Corona-Welle in Sachsen. Im November stieg die Zahl der Sterbefälle im Vergleich zum Schnitt der vier Vorjahre um 39 Prozent an. Im Dezember waren es mit knapp 9.900 Toten mehr als doppelt so viele wie im Vierjahresschnitt.