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Spendenaktion soll CFC vor Abwicklung retten

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Der Chemnitzer FC benötigt knapp eine halbe Million Euro, um die Insolvenz zu beenden - oder der Verein steht vor dem Aus. Insolvenzverwalter Klaus Siemon habe diesen Vorschlag gemacht, um das Verfahren zu beenden, erklärte die Vorstandsvorsitzende Romy Polster am Donnerstag.

Bis zum 10. August muss die Summe von 450.000 Euro zusammenkommen und an Siemon überwiesen werden. Die Alternative wäre das komplette Aus des Vereins, so Polster weiter. Siemon würde dann das Insolvenzverfahren einstellen und den CFC abwickeln.

Das wäre auch das Ende der Profimannschaft und der GmbH, da der Verein als Hauptgesellschafter dann wegfallen würde. Allein können die Gesellschafter das Geld nicht aufbringen. Um den Club dennoch zu retten, wurde ein Spendenaufruf an Fans und Unterstützer gestartet. Eine weitere Chance gibt es nicht, so Polster. Sollte das Gesamtziel nicht erreicht werden, erhält jeder Unterstützer seinen eingezahlten, zweckgebundenen Betrag ohne Abzüge zurück.

"Alle Gremien-Mitglieder, sportlich Verantwortliche und Mitarbeiter des Chemnitzer FC haben mit Verwunderung die zuletzt getätigten Aussagen des Insolvenzverwalters wahrgenommen. Wir teilen seine Auffassung nicht", erklärte die CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster. Sie betonte, dass der Abstieg nicht in der Verantwortung der Fans liege.

"Wir haben viel Kraft und Aufwand in die gemeinsamen Gespräche mit unseren Mitgliedern und Fans investiert, um in der Zusammenarbeit wieder positive Signale zu setzen. Mit dem Abstieg ist offensichtlich für den Insolvenzverwalter der Glaube an die Zukunft des Chemnitzer FC verloren gegangen", erklärte Polster. Der Club wolle nun alle Kräfte bündeln, damit der Fortbestand des CFC abgesichert sei und man künftig die Verantwortung in die eigenen Hände nehmen könne.

Sportdirektor Armin Causevic hat an alle Spieler aus dem Kader Angebote für die nächste Saison gemacht. Kapitän Niklas Hoheneder und Tim Campulka haben bislang als Einzige angekündigt, weiter für den Chemnitzer FC zu spielen. Gesprächsbereit für einen neuen Vertrag zeigte sich laut Causevic Stammtorhüter Jakub Jakubov. Topstürmer Philip Hosiner wird laut dem Sportdirektor hingegen nicht zu halten sein.

Cheftrainer Patrick Glöckner wird nicht Trainer in Mannheim - das wurde auf der Pressekonferenz noch einmal betont. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Trainers stehe aber noch aus. Sportdirektor Causevic will schnellstmöglich Klarheit haben. Es gebe unterschiedliche Interessenlagen, sagte er auf der Pressekonferenz.

Für den Spielbetrieb wird derzeit an einem Hygienekonzept gearbeitet, um Zuschauer zuzulassen. Ob es dann auch zugelassen wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. Wenn, wird es wohl nur mit personalisierten Sitzplätzen (etwa 2.000 Zuschauer) möglich sein, so Romy Polster.