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Festnahmen und Verletzte bei Demos in Leipzig

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Fast auf den Tag ein Jahr nach der eskalierten „Querdenken“-Demo protestierten Gegner der Corona-Maßnahmen am Samstag erneut in Leipzig. Die „Bewegung Leipzig“ hatte unter dem Motto „Freiheit, Gleichheit, Solidarität“ zu einer Kundgebung auf dem Augustusplatz vor der Oper aufgerufen. Ursprünglich war ein Marsch mit 3.000 Menschen über den Ring geplant. Weil die Vorwarnstufe der sächsischen Corona-Verordnung erreicht wurde, hatte das Ordnungsamt aber nur eine ortsfeste Kundgebungen mit maximal 1.000 Teilnehmern erlaubt. Aus dem Querdenker-Umfeld wurde in den Sozialen Medien dazu aufgerufen, erneut einen Aufzug über den Ring zu erzwingen. 

Die Polizei war im Großeinsatz, hatte Unterstützung aus sieben Bundesländern bekommen. Den Corona-Kritikern gelang es trotz des Verbots von Demo-Aufzügen mehrfach, in großen Gruppen durch die Innenstadt zu laufen. Es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, auch Verletzte gab es. Mindestens 24 Personen wurden vorläufig festgenommen.

Den Demonstranten stand ein breiter Gegenprotest tausender Menschen gegenüber. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften hatte dazu mobilisiert. Ebenfalls auf dem Augustusplatz, vor dem Gewandhaus, gab es eine Kundgebung, zu der maximal 1.000 Teilnehmer zugelassen waren, zudem weitere Versammlungen rund um den Ring mit hunderten Menschen. Im Laufe des Abends versuchten sich Teilnehmer des Gegenprotests auch immer wieder den Corona-Kritikern entgegen zu stellen und deren Aufzüge zu stoppen.

Am Samstagabend konzentrierte sich das Demonstrationsgeschehen dann auf den Richard-Wagner-Platz. Dort hatte die „Bürgerbewegung Leipzig“ eine Kundgebung gegen Impfungen angemeldet, das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ einen Gegenprotest. (mit dpa)

Das war der Demo-Samstag in Leipzig:

21:23 Uhr

Der Protest auf dem Richard-Wagner-Platz wurde beendet. Wie die Polizei mitgeteilt hat, läuft dagegen noch der Einsatz in der Grimmaischen Straße. Der soll noch einige Zeit andauern, angemeldete Kundgebungen gibt es aber nicht mehr. Wir beenden damit den Demo-Ticker.

20:32 Uhr

Der Richard-Wagner-Platz leert sich langsam. Der Demo-Samstag in Leipzig neigt sich scheinbar dem Ende zu. In der Grimmaischen Straße hat die Polizei weiterhin eine größere Menschengruppe eingekesselt. Laut einem Sprecher werden die Personalien von allen Anwesenden aufgenommen. Erst danach soll die Blockade aufgelöst werden.

20:02 Uhr

Auf dem Augustusplatz und in der Goethestraße hat sich die Lage nun soweit beruhigt, dass die Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe dort wieder fahren können.

19:57 Uhr

Die Lage ist weitestgehend unverändert. Der Richard-Wagner-Platz ist gefüllt mit Menschen. Die Polizei trennt die Teilnehmer der beiden Demonstrationen voneinander. Auf der Grimmaischen Straße kontrolliert die Polizei eine größere Personengruppe. Es geht um Verstöße gegen die sächsische Corona-Verordnung.

19:06 Uhr

Auf dem Richard-Wagner-Platz haben sich inzwischen hunderte Personen eingefunden.

18:47 Uhr

Wasserwerfer und Räumpanzer der Polizei stehen nun am Richard-Wagner-Platz. Dort ist noch relativ ruhig. Teilnehmer beider angemeldeter Demonstrationen sind bereits eingetroffen. 

18:32 Uhr

Das Demonstrationsgeschehen scheint sich nun in Richtung Richard-Wagner-Platz zu verschieben. Dort hat die "Bürgerbewegung Leipzig" von 19 bis 20:30 Uhr zu einer Kundgebung aufgerufen. Laut dem Motto soll gegen Impfungen protestiert werden. Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" hat auf dem Richard-Wagner-Platz einen Gegenprotest angemeldet. In den Fußgängerzonen der Innenstadt blockiert die Polizei unterdessen weiter Personengruppen, die dem "Querdenker"-Spektrum zugeordnet werden.

18:16 Uhr

18:04 Uhr

Die Lage ist unübersichtlich. Die Demonstranten aus dem "Querdenken"-Spektrum liefern sich in der Innenstadt ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Teilweise versuchen auch Gegendemonstranten die Aufzüge zu blockieren.

17:52 Uhr

Ein Großteil der Menschengruppe aus der Goethestraße läuft nun durch die Fußgängerzone der Grimmaischen Straße.

17:43 Uhr

Schwerpunkt ist aktuell die Goethestraße. Dort tummeln sich hunderte Menschen, die dem "Querdenken"-Spektrum zugeschrieben werden. Die Polizei hat die Personen nun per Durchsage dazu aufgefordert, die Straße zu verlassen. Von allen, die sich nicht entfernen, sollen nun die Personalien aufgenommen werden.

17:30 Uhr

Auch im weiteren Umkreis des Demonstrationsgeschehens hat die Polizei inzwischen Sperrungen errichtet. Der Grimmaische Steinweg ist ab dem Johannisplatz gesperrt.

17:26 Uhr

Bei den Demos gibt es scheinbar mehrere Verletzte. Die Polizei hat nun darauf reagiert.

17:09 Uhr

In der Goethestraße sammeln sich immer mehr Teilnehmer der Demo aus dem "Querdenken"-Spektrum. Die Polizei fährt über den Georgiring nun zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer dorthin.

17:02 Uhr

Eine größere Gruppe hat erneut versucht, gemeinsam die Goethestraße in Richtung Hauptbahnhof zu laufen. Teilnehmer tragen Plakate auf denen bekannte Persönlichkeiten wie der Virologie Christian Drosten in Häftlingsmontur zu sehen sind. Die Polizei hat den Aufzug gestoppt.

16:48 Uhr

Die Polizei hat inzwischen Wasserwerfer auf dem Augustusplatz positioniert. Die Fahrzeuge wurden auf der Straße zwischen Oper und Gewandhaus aufgestellt. Damit soll verhindert werden, dass es zu einem Aufzug kommt.

16:30 Uhr

Die Stimmung ist weiter aufgeheizt. Es tummeln sich zunehemends Personen auf den Straßen und in den Gassen rund um den den Augustusplatz. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Beamten gehen robust vor, zum Teil mit Fäusten.

16:14 Uhr

Auf den Straßen rund um den Augustusplatz, insbesondere auf der Goethestraße, wird es immer voller.

16:04 Uhr

Die Polizei blockiert u. a. die Grimmaische Straße, um Demo-Aufzüge zu verhindern. Einzelne Menschen versuchen immer wieder durchzubrechen. Polizisten setzen Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

15:54 Uhr

Inzwischen laufen viele Menschen zwischen den Autos über den Georgiring, obwohl die Straßen nicht gesperrt und Aufzüge gemäß der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung untersagt sind.

15:47 Uhr

Obwohl nur stationäre Kundgebungen erlaubt sind, setzen sich immer wieder größere Menschengruppen mit Transparenten und Fahnen in Gang und laufen gemeinsam - u. a. durch die Goethestraße.

15:15 Uhr

15:12 Uhr

Wie die Polizei nun mitgeteilt hat, wurden 24 Personen aus dem rechten Spektrum in Gewahrsam genommen. Als Gründe nennt die Polizei das Verhalten der Personen und von ihnen mitgeführte Gegenstände. Nähere Details sind nicht bekannt.

15:05 Uhr

14:58 Uhr

Nach Angaben der Polizei ist bei der Kundgebung der "Bewegung Leipzig" bereits die maximale Teilnehmerzahl von 1.000 Menschen erreicht worden. Nun werden keine weiteren Personen mehr auf den Platz vor der Oper gelassen.

14:55 Uhr

Auf dem Augustusplatz haben sich bereits hunderte Menschen eingefunden. Aktuell verläuft alles friedlich.