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CWE-Chef gerät wegen Bierstreit ins Kreuzfeuer der Kritik

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Die Chemnitzer Braue­reien haben schwere Vorwürfe gegen den Chef der Wirtschafts­för­de­rung, Ullrich Geissler erhoben. Dieser hatte dem Freiberger Brauhaus erneut das Ausschank­mo­nopol für das Chemnitzer Stadt­fest zugespro­chen. Begrün­dung: Freiberger habe das bessere Angebot vorge­legt. Das stimme jedoch nicht, heißt es von Braustolz und Einsiedler überein­stim­mend. Man habe gemeinsam mit Reichen­brander ein gleich­wer­tiges Angebot abgegeben, sei aber ausge­bootet worden, weil Freiberger von vornherein einen Vertrag mit Option auf Verlän­ge­rung besaß.Nach Ansicht von Einsiedler-Marke­ting­chef Markus Grüsser arbeitet die CWE in diesem Fall gegen die Unter­nehmen in der Stadt. Dabei sei es ihre Aufgabe, die einhei­mi­sche Wirtschaft zu fördern und auch in derar­tige Feste mit einzu­binden. Was den Chemnitzer Bierstreit zum Stadt­fest betrifft, wähnt sich Grüsser im falschen Film. Er zitiert in diesem Zusam­men­hang eine Mittei­lung der CWE, in der es heißt: „Die Veran­stal­tung ist regional ausge­reichtet... die Koope­ra­tion mit Chemnitzer Partnern wird vertieft.“ Daran müsse sich Geißler auch halten, fordert der Chef des Einsiedler Brauhauses. Auch Johannes Beck, Proku­rist bei Braustolz, versteht die Welt nicht mehr. Dass auf einem Stadt­fest kein einhei­mi­sches Bier ausge­schenkt wird, gebe es nur in Chemnitz. Bei vielen Kollegen in seiner Branche sorge der Chemnitzer Bierstreit bereits für Kopfschüt­teln. Er fordert bei der Vergabe der Ausschank­rechte gleiche Bedin­gungen für alle.Im September wird sich Beck mit Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig treffen und das Thema auf den Tisch bringen. Gibt es keine Einigung, wollen die Chemnitzer Braue­reien 2013 ein gemein­sames Bierfest veran­stalten, aller­dings ist dies nach den Worten von Beck nicht als Gegen­ver­ant­stal­tung zum Stadt­fest zu sehen.