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Cottbus: Pläne für Europas modernstes Instandhaltungswerk

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Das Bahnwerk in Cottbus soll zum modernsten und umweltfreundlichsten Instandhaltungswerk in Europa werden. Bis 2026 entstehen neue Hallen für die Wartung und Reparatur von ICE und Elektrozügen, sowie für die Umrüstung von Dieselfahrzeugen auf Hybridtechnik. Modernste Technologien, Sensorik, Künstlicher Intelligenz und Robotertechnik werden die bisherigen Abläufe revolutionieren – sagte DB-Vorstand Roland Pofalla am Vormittag in Cottbus. Zudem sollen rund 1.100 neue Arbeitsplätze am Standort entstehen. Damit werden zukünftig 3 mal mehr Menschen als bislang im Werk arbeiten. Das Projekt ist das erste große Vorhaben, dass auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes vom Bund finanziert wird.

Die geplanten Investitionen sind nach Einschätzung der Brandenburger Landesregierung von großer Bedeutung. "Da geht es um bis zu 1200 zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze", sagte Woidke. "Diese Arbeitsplätze sollen entstehen, bevor der erste Block im Kraftwerk Jänschwalde vom Netz geht und ein paar hundert Arbeitsplätze in der Braunkohle wegfallen." Woidke sagte, ohne Scholz würde es den Ausbau des Bahnwerks in Cottbus nicht geben. Er habe gemeinsam mit Scholz und Bahnvorstand Pofalla dafür gekämpft.

Die Lausitz ist stark vom beschlossenen Ausstieg aus der Braunkohle bis 2038 betroffen. Deshalb bekommt Brandenburg für die Region rund 10 Milliarden Euro Hilfen vom Bund. Das Kraftwerk Jänschwalde soll von Ende 2025 bis Ende 2028 vom Netz gehen, das Kraftwerk Schwarze Pumpe bis Ende 2038 stillgelegt werden. Der Ausbau der Bahn-Instandhaltung Cottbus und bessere Anbindungen an Berlin, Leipzig, Dresden, Görlitz und die polnische Nachbarregion zählen zu den Strukturplänen. (th/dpa)

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DB-Vorstand Roland Pofalla