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Corona-Welle: Kretschmer stimmt Sachsen auf Einschränkungen ein

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Regierungschef Michael Kretschmer hat die Sachsen angesichts stark steigender Corona-Zahlen auf neuerliche Einschränkungen eingestimmt. Man müsse jetzt Maßnahmen ergreifen, um drastischere Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt zu verhindern, sagte er am Montag bei einer Online-Konferenz mit Medizinern. Nach deren Einschätzung wird bereits in 14 Tagen die Überlastungsstufe erreicht, wenn die Entwicklung so weiterläuft.

Man brauche eine Sensibilisierung der Bevölkerung, so Kretschmer. „Die pandemische Lage in Deutschland ist nicht beendet. Im Gegenteil.“

Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums in Dresden, lieferte Kretschmer Argumente für eine Verschärfung. Wenn die Entwicklung so weiterlaufe, erreiche man bereits in 14 Tagen die Überlastungsstufe. Es gelte nun Maßnahmen zu ergreifen und Ungeimpfte zu schützen. Jeder, der keinen Impfschutz habe, werde sich in den nächsten Monaten infizieren: „Das ist eine Frage der Zeit.“ Albrecht empfahl wie auch sein Chemnitzer Kollege Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektionsmedizin am Klinikum Chemnitz, die Ausweitung des 2G-Modells (geimpft oder genesen) und mehr Tests.

Sachsen erwägt bisher keine Wiedereröffnung von Impfzentren

Sachsen erwägt unterdessen bisher keine Wiedereröffnung seiner früheren Impfzentren. „Wir haben die Impfzentren geschlossen, weil es keinen Bedarf mehr gab“, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Es müsse aber alles getan werden, um den Menschen das Impfen so einfach wie möglich zu machen.

„Dafür haben wir weiterhin zahlreiche unterschiedliche Impfangebote: In Arztpraxen, bei Betriebsärzten, in mittlerweile rund 20 Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren und natürlich durch unsere 30 mobilen Teams. Unsere Impfangebote sind derzeit aber nicht ausgelastet“, sagte Köpping: „Wir prüfen intensiv, ob es trotzdem Versorgungslücken gibt. Wenn dies der Fall ist, werden wir zusätzliche feste Impfmöglichkeiten einrichten, insbesondere dort, wo die Impfquoten niedrig sind.“