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Conti-Loch feiert 17. Geburtstag

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Die älteste und berühm­teste Baugrube in unserer Stadt, das sogenannte Conti-Loch, feiert heute Geburtstag. Vor genau 17 Jahren wurde das Grund­stück an der Bahnhof­straße an den damaligen Investor übergeben - die Pläne für dort geplante Conti-Galerie zerplatzten aller­dings wie Seifen­blasen. Jetzt will der Regens­burger Baulöwe Claus Kelln­berger das Gelände kaufen und einen Büro- und Geschäfts­kom­plex mit Parkhaus errichten. Baustart soll im kommenden Jahr sein, bis Ende 2014 will Kelln­berger das Areal komplett bebaut haben. Geplant sind 13.500 Quadrat­meter Bürofläche, 2.000 Quadrat­meter Einzel­handel und 21.000 Quadrat­meter Parkplä­chen.Das Grund­stück hat eine lange Vorge­schichte. 1987 bis 1989 baute Textima auf dem Areal das neue Werk für Mikro-Electronic. Der Rohbau blieb aber unvoll­endet, als sich heraus­stellte, das die nahe Straßen­bahn­trasse die Herstel­lung der sensi­blen Technik stört. Mehr als vier Jahre lag das Gebäude als Invest­ruine brach - Anfang Juni 1994 wurde es abgerissen, nachdem West-Inves­toren das Gelände übernommen hatten. 1994 wird auch die Conti-Bau-GmbH gegründet, die dort ein Büro-, Handel- und Dienst­leis­tungs­zen­trum bauen will. Die Pläne klangen damals sehr vielver­spre­chend. Als Großmieter waren Ufa und UCI mit Kinos im Gespräch. Von einer Inves­ti­ti­ons­summe von 250 Millionen Mark war damals die Rede. Gebaut wurde auf dem rund ein Hektar großen Areal aller­dings nie.Jahre später wollte ein Investor aus Kanada auf dem Areal eine Winter­sport­halle mit Skihang bauen. Die Pläne der „Opticon Inter­na­tio­nal“ sorgten für Aufsehen, lösten sich aber nach und nach in Luft auf. Das Grund­stück - inzwi­schen mit Bäumen und Sträu­chern völlig zugewachsen, gehört heute einem privaten Eigen­tümer. Mit diesem verhan­delt nun Claus Kelln­berger über einen baldigen Verkauf. Details wollte der Regens­burger Investor nicht nennen. Sein Ziel sei es aber, die Baugrube so schnell wie möglich zu schließen. Die Vorpla­nung der Archi­tekten ist so gut wie abgeschlossen, die Verkaufs­ver­hand­lungen befinden sich nach Angaben von Kelln­berger auf einem guten Weg. Nach seinen Vorstel­lungen soll das geplante Karree an der Bahnhof­straße von einem diago­nalen Durch­gang durch­zogen werden. Er wird vom Dresdner Platz in Richtung Schocken führen. Damit soll eine neue Verbin­dung zwischen dem Sonnen­berg und der Innen­stadt herge­stellt werden. Kelln­berger will in dem Loch zudem drei unter­ir­di­sche Parketagen mit bis zu 1.000 Stell­plätzen bauen. Oben sollen Geschäfte einziehen, wahrschein­lich ein Elektro­nik­markt und ein Sport­ar­tikel-Anbieter. Der Regens­burger Baulöwe hat in den vergan­genen Jahren bereits viel in die Chemnitzer City inves­tiert. Dem Regens­burger gehören unter anderem die Ermafa-Passage, die Rosen­hofar­kaden und das RAWEMA-Gebäude.