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Chemnitzer weisen Neonazis in die Schranken

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Mit fried­li­chen Protesten und Blockaden haben die Chemnitzer einen geplanten Aufmarsch von Rechts­ex­tremen am Jahrestag der Zerstö­rung ihrer Stadt verhin­dert. Auf der Aufzugs­strecke versam­melten sich mehrere hundert Gegen­de­mons­tranten. Die Route der Neonazis wurde deshalb drastisch verkürzt - sie konnten ledig­lich rund 200 Meter die Reichen­hainer Straße entlang laufen - dort brachen sie nach einer Kundge­bung und langen Verhand­lungen mit der Polizei ihre Demo schlie­ß­lich ab. Aus Sicht der Polizei verlief der Einsatz bis auf einige kleinere Zwischen­fälle weitge­hend störungs­frei. Auf dem Neumarkt versam­melten sich etwa zur gleichen Zeit mehr als 2.000 Menschen zu einer Friedens­kund­ge­bung. Mit Kerzen gedachten sie der Opfer der Bombar­die­rung und setzten ein deutli­ches Zeichen für Demokratie und Toleranz. Der 5. März wird von der Stadt Chemnitz seit zehn Jahren als „Friedens­tag“ begangen - in Erinne­rung an den mit mehr als 2.000 Toten folgen­schwersten Luftan­griff der Alliierten des Zweiten Weltkriegs in der Nacht zum 6. März 1945. Das Datum wurde bereits in der Vergan­gen­heit von Neonazis für sogenannte Trauer­mär­sche missbraucht.