Chemnitzer Unternehmer wegen Schwarzarbeit verurteilt
Das Amtsgericht Chemnitz hat einen Bauunternehmer wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Strafbefehl wurde schon im Oktober 2024 erlassen. Der Zoll hatte das Vergehen aufgedeckt und jetzt darüber informiert.
Ermittlungen decken illegale Beschäftigung auf
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Chemnitz und des Hauptzollamtes Erfurt brachten ans Licht, dass der 40-jährige Unternehmer zwischen 2021 und 2023 mehrere Arbeiter nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung anmeldete. Dadurch entstand den Sozialversicherungsträgern ein Schaden von über 340.000 Euro.
Niedrigen Lohn bar ausgeglichen
Um illegale Lohnzahlungen zu tarnen, griff der Bauunternehmer auf sogenannte Abdeckrechnungen von Servicefirmen zurück. Durch dieses Verfahren entsteht ein Schwarzgeldkreislauf, der dazu dient, Sozialabgaben und Steuern zu umgehen. Arbeitnehmer werden entweder gar nicht oder nur mit einem reduzierten Lohn gemeldet, während sie tatsächlich höhere Beträge in bar erhalten.