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Chemnitzer Theater verliert Schauspiel-Studio an Berlin

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Im Streit um die Zukunft des Chemnitzer Schau­spiel-Studios sind die Würfel gefallen: die Ausbil­dungs­stätte der Leipziger Theater­hoch­schule wird nächstes Jahr an das Berliner Maxim Gorki Theater verla­gert. Das teiten beide Einrich­tungen in einer gemein­samen Erklä­rung mit. Das Studio am Chemnitzer Theater, das die Leipziger Studenten bisher ausge­bildet hat, wird dafür geschlossen. Die Hochschule begründet das mit der mangelnden Ausbil­dungs­qua­lität. Schau­spiel-Chef Enrico Lübbe versteht die Welt nicht mehr: das Chemnitzer Studio habe eine Abgangs­quote von 100 Prozent - es habe nie Probleme gegeben.Nach ihrem Grund­stu­dium an der Hochschule werden Schau­spiel­stu­denten regel­mäßig an einem Studio in der Praxis ausge­bildet. Diese Studios befinden sich an den führenden Schau­spiel­thea­tern der Region, derzeit in Dresden, Leipzig, Halle/Saale und Chemnitz. Die Chemnitzer Einrich­tung hat Theater­per­sön­lich­keiten wie Ulrich Mühe, Jochen Noch, Hasko Weber und Katha­rina Schma­len­berg hervor­ge­bracht. Mit der Schlie­ßung des Studios wird die jahrzehn­te­lange inten­sive und erfolg­reiche Schau­spiel­aus­bil­dung in Chemnitz beendet.

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