Chemnitzer Stadtrat verhindert Erhöhung der Müllgebühren
Der Stadtrat hat die geplante Erhöhung der Müllgebühren in Chemnitz verhindert. Sie sollten laut der Verwaltung in den meisten Bereichen um etwa 30 Prozent angehoben werden. Nach langer Debatte wurde jedoch keine Einigung erzielt. 25 Stadträte stimmten für die Erhöhung, aber ebenso viele dagegen. Es gab eine Enthaltung.
Nun muss womöglich an anderer Stelle gespart werden, um die Kosten bei der Müllentsorgung zu stemmen. Die Verwaltung will in den nächsten Tagen darüber beraten, kündigte Oberbürgermeister Sven Schulze an.
Laut der Stadtverwaltung war eine Erhöhung eigentlich unumgänglich. Die Preise seien zwölf Jahre lang stabil geblieben, weil auf Rücklagen zurückgegriffen werden konnte. Diese seien mittlerweile aber aufgebraucht. Auch Einsparmaßnahmen wie zum Beispiel bei der Miete für den Betriebshof reichten nicht mehr aus. „Hierbei ist ersichtlich, dass die Zunahme der Gesamtkosten der Abfallentsorgung hauptsächlich durch die Entsorgungs- und Sortierkosten Dritter getrieben ist. Als dritte wesentliche Kostenposition der bezogenen Leistungen sind die bereits angesprochenen Kfz-Reparaturleistungen zu nennen“, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage.
