Chemnitzer Stadtfest von Ausschreitungen überschattet
Das Stadtfestwochenende in Chemnitz ist von einer Reihe gewalttätiger Zwischenfälle überschattet worden. Die Veranstaltung war am Sonntagnachmittag aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden, nachdem die Chemnitzer Hooliganszene zu einer Versammlung am Marx-Kopf aufgerufen hatte. Dabei zogen rund 1.000 teils gewaltbereite Demonstranten durch die Innenstadt und lieferten sich Jagdszenen mit der Polizei. Auch auf Migranten wurde Jagd gemacht. Im Internet kursieren mehrere Videos dazu. Neben Polizisten wurden auch Passanten von den Hooligans angegriffen. Derzeit laufen dazu noch Ermittlungsverfahren. Die Polizei war nur mit wenigen Einsatzkräften vor Ort und hatte Mühe, die Lage unter Kontrolle zu behalten. Auslöser der Demo war eine Messerattacke, bei der in der Nacht zum Sonntag auf der Brückenstraße ein 35-jähriger Deutscher ums Leben kam. Polizeisprecherin Jana Ulbricht dementierte Gerüchte, wonach der Mann einer Frau zu Hilfe kam, und dabei niedergestochen wurde. Nach der Tat wurden zwei Männer festgenommen, weil sie weggerannt waren. Ob sie allerdings etwas mit der Messerattacke zu tun haben, ist derzeit noch unklar.