Chemnitzer Schulen kehren zum Normalbetrieb zurück
Die Schulen in Chemnitz kehren ab Mittwoch zum Normalbetrieb zurück. Das heißt, es gibt Präzenzunterricht für alle und die Klassen müssen nicht mehr aufgeteilt werden. Möglich macht das die anhaltend niedrige Inzidenz, teilte das Kultusministerium am Montag mit. Auch in Kindertageseinrichtungen ist wieder ein Regelbetrieb ohne strikte Gruppentrennung möglich.
Das gleiche gilt für die Schulen in Dresden sowie in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig. Als letzter Landkreis in Sachsen hat das Erzgebirge ab Montag seine Schulen im Wechselmodell geöffnet, ab Mittwoch dürfen die Einrichtungen in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Damit gibt es nun keine geschlossenen Kitas und Schulen mehr in Sachsen.
Kultusminister Christian Piwarz sprach von einem positiven Tag. Die gute Entwicklung der Infektionszahlen habe diese Schritte ermöglicht. Laut neuer Corona-Schutzverordnung, die ab Montag bis zum 13. Juni gilt, dürfen Schulen und Kitas in den regulären Betrieb übergehen, wenn die Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter der Marke von 50 liegt.
Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßte die Öffnung von Schulen und Kitas. „Wir sind sehr erleichtert, dass in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Sachsen endlich wieder ein Stück Normalität zurückkehrt“, sagte die Landesvorsitzende Uschi Kruse. Nun bräuchten Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte Zeit für die Aufarbeitung. Dabei stehe jedoch der Personalmangel an den Schulen der Bewältigung der Krisenfolgen „massiv im Weg“. Das sei zentrale Aufgabe der Politik, so die Gewerkschaft.
