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Chemnitzer Rentnern droht Wohnungsmangel

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Unserer Stadt droht eine sogenannte „graue Wohnungsnot.“ Nach einer aktuellen Studie der Bau- und Immobi­li­en­wirt­schaft mangelt es schon jetzt an alters­ge­rechten Wohnungen. Der Bedarf werde in den nächsten Jahren drama­tisch ansteigen, denn Chemnitz wird immer älter. Den Berech­nungen zufolge werden bereits in 15 Jahren knapp 7.900 barrie­re­freie Wohnungen für Senioren benötigt. Das bedeutet: Räume ohne Stufen und ein Aufzug im Haus. Der Großteil der Wohnungen muss laut Studie des Pestel-Insti­tuts neu entstehen. Denn viele Altbauten ließen sich nicht wirtschaft­lich barrie­re­frei umbauen. Das Pestel-Institut hat errechnet, dass es im Jahr 2025 in Chemnitz nahezu 22 Prozent mehr Haushalte mit einem Über-70-Jährigen geben wird als heute. Wenn man davon ausgehe, dass nur jeder Fünfte der dann 39.260 Senioren-Haushalte auf eine Wohnung ohne Barrieren angewiesen sei, müsse dringend saniert und neu gebaut werden – mit Türen, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passt, und mit schwel­len­freien Duschen. „Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine alten­ge­recht ausge­baute Wohnung haben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.