• Archivbild: Haertelpress

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Chemnitzer Reifenstecher kommt mit Bewährungsstrafe davon

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Am Landgericht ist das Urteil gegen den Chemnitzer Reifenstecher gefallen. Der 59-Jährige wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, außerdem muss er 10.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen. An rund 300 Autos hatte der Mann von Mai 2016 bis Juli 2018 die Reifen zerstochen, vor Gericht räumte er auch alle Taten ein. Der Schaden soll bei insgesamt fast 40.000 Euro gelegen haben.

Der Reifenstecher hatte es vorwiegend auf Falschparker abgesehen, die seiner Meinung nach - und häufig auch tatsächlich - im Parkverbot standen. Das Geständnis hielten ihm die Richter zugute. Ebenso wurde berücksichtigt, dass der 59-Jährige nicht vorbestraft ist und inzwischen eine Therapie gemacht hat.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Sachbeschädigung in 46 Fällen. Begründet wurde dies damit, dass das Gericht davon ausging, dass eine Tatnacht, in der eine Vielzahl von Reifen zerstochen worden waren, als eine Tathandlung zu betrachten sei. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt.