Chemnitzer Kubaner gründen Verein
Die in Chemnitz lebenden Kubaner haben einen eigenen Verein gegründet. Die „Cubanos amigos“ haben sich die Pflege und Verbreitung der kubanischen Kultur und Tradition auf die Fahnen geschrieben. Angeschoben wurde das Ganze von Amado Hernandez, selbst in Karl-Marx-Stadt geborener Deutsch-Kubaner. „Ich bin immer wieder gefragt worden, warum sich fast alle Nationen hier in der Stadt irgendwie organisieren, nur wir nicht“ sagt Amado. Deshalb habe er den Stein endlich ins Rollen gebracht und einen Verein gegründet. Die Kubaner, die heute in Chemnitz leben, kamen zu DDR-Zeiten zur Ausbildung oder als Vertragsarbeiter nach Karl-Marx-Stadt. Viele blieben nach der Wende hier, heirateten und gründeten Familien. Mittlerweile fühlt sich auch die zweite Generation in Chemnitz heimisch. Den „Cubanos amigos“ gehören derzeit 75 Mitglieder an, zum Großteil natürlich Kubaner. Auch wenn sich das spanische Amigos auf Männer bezieht, sind natürlich auch Frauen dabei. Auch mehrere deutsche Kuba-Liebhaber sind dem Verein schon beigetreten. Es gibt regelmäßige Vereinstreffen, außerdem treiben die Kubaner gemeinsam Sport, tanzen Salsa oder feiern Kindergeburtstage. Einblick in das Leben auf der Karibikinsel geben sie in Diavorträgen, Partys, Literaturabenden und Sprachkursen. Auch an den Interkulturellen Wochen in Chemnitz will sich der Verein in diesem Jahr beteiligen. Und weil die Lieblingssportart der Kubaner Baseball ist, haben die Amigos sogar eine eigene Baseball-Mannschaft auf die Beine gestellt, die „Los Tigres“. Hier sucht Amado noch einen geeigneten Platz, um die rasante Sportart ausführlicher betreiben zu können. „Vieleicht finden wir irgendwo in der Stadt etwas geeignetes“, sagt der Vereinsvorsitzende der Amigos. Dann könnte man Baseball auch in Chemnitz bekannter machen. Im vergangenen Jahr kamen immer wieder neugierige Zuschauer, wenn die Kubaner gelegentlich auf der Küchwaldwiese spielten. Einige hätten auch spontan mitgemacht. Ein richtiger Baseball-Platz wäre den Amigos natürlich lieber. „Schön wären dann auch Baseball-Kurse für Kinder“, sagt Amado, der auch die Jüngsten mit einbeziehen will. Aber das ist momentan noch Zukunftsmusik. Jetzt will er erstmal das Vereinsleben der Chemnitzer Kubaner organisieren und die ersten Veranstaltungen in diesem Jahr vorbereiten. Die „Cubanos amigos“ und ihr Vereinsvorsitzender Amado Hernandez sind unter Telefon 56 11 571 oder per Mail unter cubanosamigos@yahoo.de ereichbar. Auch bei Facebook ist der Verein zu finden.