Chemnitzer Hip-Hop-Festival wandert nach Bitterfeld ab
Nach neun Jahren kehrt das europaweit größte Hip-Hop- und Reggae-Festival Splash unserer Stadt den Rücken. Wie die Veranstalter heute mitteilten, wird die zehnte Ausgabe in diesem Jahr erstmals auf der Halbinsel Pouch an einem See bei Bitterfeld über die Bühne gehen. Dem Sanierungskonzept zufolge ist der Ortswechsel die einzige Möglichkeit, die insolvente Veranstalterfirma zu retten. Splash war im vergangenen Sommer buchstäblich im Dauerregen versunken - danach klaffte in der Kasse ein Minus von rund 400.000 Euro. Damit mußte für 2007 vor allem eine betriebswirtschaftliche Entscheidung getroffen werden. Mit Hilfe von Spendengeldern, Benefizveranstaltungen und Nachlässen wurden 70 Prozent der entstandenen Finanzlücke gestopft worden. Die Kosten für ein Festival lagen bei rund 1,8 Millionen Euro. Das werde jetzt billiger, sagte Sprecher Jan Voigtmann.Im Gegensatz zum Stausee Rabenstein liegt das neue Gelände in Pouch weitab jeglicher Wohngebiete und muss vorher nicht mit hohen Kosten aufwändig hergerichtet werden. Das Einsparpotential liegt laut Veranstalter Jan Voigtmann im sechsstelligen Bereich. Auch für den Veranstaltungstermin mußte ein wettbewerbsfähigerer Termin gefunden werden. Eine Vorverlegung in den Zeitraum des regulären Festival-Tourgeschäftes internationaler Top-Acts wäre in Chemnitz, mit Blick auf die Badesaison am Stausee Rabenstein, nicht möglich gewesen. Deshalb wird das zehnte Splash am ersten Juliwochenende vom 06. bis 8.07.2007 stattfinden.