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Chemnitzer Forscher sitzt weiter in Oman fest

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Der Chemnitzer Experi­men­tal­ar­chäo­loge und Abora-Segler Dominique Görlitz hat nach seiner Freilas­sung im Oman Vorwürfen wider­spro­chen, die Reise sei leicht­sinnig gewesen. Vor der Reise habe ich meinen Inter­pol­status weltweit prüfen lassen, erklärte Görlitz am Freitag. "Man versi­cherte mir, dass gegen mich aus dem Ausland keinerlei Suchan­fragen vorlägen, und ich problemlos meine Reise in den Oman antreten könne." Vor Ort aller­dings habe sich heraus­ge­stellt, dass von den ägypti­schen Behörden nach wie vor ein Inter­pol­such­be­fehl vorlag. Görlitz wurde am Samstag­abend in der omani­schen Haupt­stadt Maskat nach einem Vortrag an der dortigen Univer­sität festge­nommen, nach vier Tagen jedoch wieder freige­lassen. Vorerst darf er das Land nicht verlassen. Die Tage im Gefängnis seien "vor allem mental" sehr frustrie­rend gewesen. "Nun arbeiten wir mit einem neuen Anwalt an der endgül­tigen Klärung der Vorwürfe aus Ägypten", sagte der Forscher. Görlitz und zwei deutsche Kollegen waren 2014 in Abwesen­heit in Ägypten wegen Diebstahls aus der Cheops-Pyramide zu fünf Jahren Haft verur­teilt worden. Den Forschern wurde vorge­worfen, unerlaubt Proben von der so genannten "Cheops-Kartu­sche" entnommen sowie die Nordwand der Königs­kammer beschä­digt zu haben. Sie hatten die Vorwürfe stets bestritten. Das Urteil wurde 2015 aufge­hoben.