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Chemnitzer Bus-Schubserin soll in die Psychiatrie

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Sie ist irre und gefährlich zugleich. Die Frau (40), die ihre Bekannte am Chemnitzer Hauptbahnhof vor einen Bus gestoßen hat, soll in die Psychiatrie eingewiesen werden. Das fordert die Staatsanwaltschaft. Aktuell sitzt sie in Untersuchungshaft.

Die Tat

Am 2. März 2025 gegen 16 Uhr geriet die 40-Jährige an der Bushaltestelle vor dem Chemnitzer Hauptbahnhof mit einer 67-Jährigen und einer weiteren Bekannten in Streit. Nachdem sie sich zunächst entfernt hatte, kehrte sie plötzlich zurück – und stieß die ahnungslose Seniorin gezielt vor einen einfahrenden Bus. Die Geschädigte prallte gegen das Fahrzeug, stürzte zu Boden und erlitt schwere Kopfverletzungen. Der Busfahrer erlitt einen Schock und fiel mehrere Tage aus. 

Die Wertung

Nach bisherigen Ermittlungen wollte sie die Frau töten – heimtückisch und mit voller Absicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft erklärt:
„Die Beschuldigte war zur Tatzeit jedoch aufgrund einer bestehenden psychischen Erkrankung schuldunfähig, sodass ein Strafverfahren nicht durchgeführt werden kann. Da jedoch auch künftig erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind, wird im Rahmen der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Chemnitz geprüft, ob die Unterbringung der Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus anzuordnen ist.“