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Chemnitz überdenkt nach Terrorfall dezentrale Unterbringung

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Die Stadt Chemnitz will nach dem Anti-Terror­ein­satz vom Wochen­ende ihr Unter­brin­gungs­kon­zept für Flücht­linge überdenken. Nachdem die Polizei in der Wohnung eines Flücht­lings Spreng­stoff gefunden habe, solle über Möglich­keiten gespro­chen werden, die Sicher­heit zu verbes­sern, sagte Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig. Bislang setzt die Stadt auf dezen­trale Unter­brin­gung der Flücht­linge. Es könne beispiels­weise überlegt werden, ob eine Unter­brin­gung einzelner Personen in Gemein­schafts­un­ter­künften mehr Sicher­heit biete als in Wohnungen. "Was immer auch beschlossen werden mag, eines ist sicher: Der Fall vom Wochen­ende hätte damit nicht verhin­dert werden können. Man kann keine 100-prozen­tige Sicher­heit haben, so Ludwig weiter. Auf der Suche nach dem Terror­ver­däch­tigen Dschaber Al-Bakr hatte die Polizei am Samstag eine Wohnung im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet gestürmt und dabei 1,5 Kilogramm des hochge­fähr­li­chen Spreng­stoffs TATP sicher­ge­stellt. Der Mieter der Wohnung, der 33 Jahre alte Khalil A., wurde als mutma­ß­li­cher Komplize des später festge­nom­menen Syrers Al-Bakr verhaftet. Der 22-Jährige soll einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und in der Wohnung vorbe­reitet haben.