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Chemnitz plant Waffenverbotszone in der Innenstadt

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Nach der tödlichen Messerattacke in der Innenstadt macht sich Ordnungsbürgermeister Miko Runkel für eine Waffenverbotszone stark. Das Innenministerium soll prüfen, ob und in welchen Bereichen dies umsetzbar ist, sagte Runkel am Freitag im Rathaus. Vorbild ist die Stadt Leipzig, wo demnächst die berüchtigte Eisenbahnstraße zur Waffenverbotszone erklärt wird. Die Regelung erlaubt es der Polizei, jederzeit und ohne Anlass Personen nach Waffen zu durchsuchen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die CDU-FDP-Ratsfraktion eine Waffenverbotszone angeregt und einen entsprechenden Beschlussantrag an den Stadtrat formuliert. Hintergrund ist das Tötungsverbrechen an einem 35-jährigen Chemnitzer. Der Mann war Ende August am Rande des Stadtfestes bei einer Messerstecherei ums Leben gekommen. Tatverdächtig sind drei Flüchtlinge. Zwei sind in Untersuchungshaft, nach einem dritten Mann wird noch gefahndet.