• Foto: Uwe Meinhold

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Chemnitz plant Menschenkette für Galeria Kaufhof

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Die 150 Mitarbeiter der von Schließung bedrohten Galeria Kaufhof wollen am Freitagnachmittag eine Menschenkette auf dem Neumarkt organisieren. Damit wollen sie ihre Entschlossenheit demonstrieren, mit der sie um die Filiale kämpfen. Parallel dazu läuft eine Unterschriftenaktion, an der sich schon tausende Chemnitzer beteiligt haben.

Der Warenhauskonzern hatte den Mietvertag für den gläsernen Kaufhof erst kürzlich um zehn Jahre verlängert. Jetzt laufen Gespräche mit dem Eigentümer, der beim Mietpreis Entgegenkommen signalisiert hat. Das bestätigte auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Das Stadtoberhaupt kündigte an, die Landesregierung um Unterstützung zu bitten. Es gebe einen direkten Kontakt zu Wirtschaftsminister Martin Dulig, sagte sie am Dienstag. Man müsse auf der Ebene der Landesregierung tätig werden. Das Kabinett tage kommende Woche in Chemnitz und das Thema Galeria müsse dann ein Teil der Tagung sein.

Das gläserne Kaufhaus in Chemnitz ist von Star-Architekt Helmut Jahn entworfen und 2001 eröffnet worden. Nach Angaben von Ludwig rangiert die Filiale wirtschaftlich im Mittelfeld aller Häuser des Konzerns. Dies spräche ebenso für den Erhalt wie auch das große Einzugsgebiet von 500.000 Menschen durch die direkte Nahverkehrsanbindung ans Umland.