Chemnitz muss mehr Geld für Jugendhilfe bereitstellen
Die Kosten für die Jugendhilfe in Chemnitz sind drastisch gestiegen. Oberbürgermeister Sven Schulze rechnet damit, dass in den nächsten beiden Jahren jeweils rund 46 Millionen Euro bereitgestellt werden müssen. In der bisherigen Finanzplanung war die Verwaltung noch von rund 31 Millionen Euro ausgegangen.
Die Ausgaben werden vor allem deshalb größer, weil es laut Schulze immer mehr Heimkinder gibt. Gleichzeitig machen sich die Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar, durch die immer mehr Familien auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.
„Die Aufwandssteigerungen in der Jugendhilfe belasten den städtischen Haushalt zunehmend und schränken die finanziellen Spielräume für freiwillige Maßnahmen wie die Vereinsförderung oder das kostenfreie Vorschuljahr nachhaltig ein“ erklärte Schulze bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs im Stadtrat.
„Das Jugendamt hat deshalb einen Plan zur Kostendämpfung im Bereich Hilfen zur Erziehung entwickelt. Ob sich dieser allerdings wie geplant umsetzen lässt, ist mit Blick auf die Auswirkungen der Pandemie auf Familien keinesfalls sicher“, so das Stadtoberhaupt.