++ EIL ++

Chemnitz lässt alle Erzieher überprüfen

Zuletzt aktualisiert:

Die Stadt Chemnitz lässt derzeit alle Beschäftigten im Kinder- und Jugendhilfebereich überprüfen, darunter alle Erzieher. Hintergrund ist die Verurteilung eines Mannes aus Mittelsachsen wegen Kindesmissbrauchs. Am Rande des Prozesses war bekanntgeworden, dass der Täter bereits einschlägig vorbestraft war und dennoch in Chemnitz als Erzieher arbeiten konnte.

Wegen einer Gesetzeslücke war die Vorstrafe nicht im Führungszeugnis vermerkt. Das wurde inzwischen geändert. Als Reaktion müssen jetzt nachträglich rund 1.300 Mitarbeiter ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Bis jetzt sei auf Grund der notwendigen persönlichen Vorsprache in den Meldeämtern und der Bearbeitungszeit des Bundesamtes für Justiz erst ein Viertel der Führungszeugnisse eingegangen, sagte Bürgermeister Ralph Burghart. Ab Mitte Mai würden erste Mahnungen verschickt.