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Chemnitz kämpft um den Kaufhof

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Die Stadt Chemnitz und die Gewerkschaft Verdi wollen die geplante Schließung der Galeria Kaufhof nicht tatenlos hinnehmen. Die Entscheidung sei nicht nachvollziehbar, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Es gebe viele gute Argumente für den Chemnitzer Standort. Deshalb werde man gemeinsam mit dem Betriebsrat für den Erhalt kämpfen. Dazu wurde zunächst eine Unterschriftensammlung gestartet. Auch die Landesregierung will die Stadt um Hilfe bitten.

Die Unterzeichner der Erklärung erinnerten daran, dass Galeria Karstadt Kaufhof in Chemnitz ein Einzugsgebiet von rund einer halben Million Menschen habe. Die Anbindung mit der Regionalbahn sei schon jetzt attraktiv und werde in den kommenden Jahren weitere Städte und Orte direkt anschließen.

"Chemnitz und die Region haben eine stabile Kaufkraft und ein sehr klassisches, auch auf den stationären Einzelhandel ausgerichtetes Kaufverhalten", hieß es. Vor allem aber verfüge man über viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ideen, wie der Standort noch attraktiver werden könne. Unterdessen laufen nach Informationen der Freien Presse offenbar Gespräche zwischen dem Gebäudeeigentümer und Karstadt-Kaufhof, um den Betrieb möglicherweise doch weiter fortzusetzen. Details wurden allerdings nicht genannt.

Der angeschlagene Warenhauskonzern hatte in der Vorwoche die Schließung von 62 seiner 172 Warenhäuser angekündigt, darunter die Filiale in Chemnitz. Laut Verdi sind 140 Mitarbeiter betroffen.