Chemnitz im Bewerbungsfinale für Wasserstoffzentrum

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Die Chancen für Chemnitz stehen gut, ein bundesweites Wasserstoffzentrum zu werden. Das Konzept, das von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Uni eingereicht wurde, hat es neben Duisburg und Pfeffenhausen bei Landshut unter die besten drei Bewerber geschafft. Es sieht den Aufbau eines "HIC - Hydrogen and Mobility Innovation Center" vor, das in einem Jahr in Chemnitz arbeiten könnte.

Das wäre ein idealer Standort, teilte das Wirtschaftsministerium in Dresden mit und verwies darauf, dass Chemnitz bereits Forschungs- und Transferschwerpunkt für Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen-Fahrzeugantriebe ist. Zudem gebe es im Umfeld fünf Fahrzeug- und Motorenwerke sowie rund 780 Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister für den Automobilbau. Im Zuge von Machbarkeitsstudien soll nun bis zum Spätsommer entschieden werden, welche Stadt das Wasserstoffzentrum aufbauen kann.

Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für klimafreundliche Autos, Züge oder Flugzeuge ohne CO2-Ausstoß. Die Bundesregierung will das Forschungszentrum mit einem dreistelligen Millionenbetrag fördern. Deutschland soll international Taktgeber dieser Zukunftsindustrie werden und Wasserstofftechnologien «Made in Germany» sollen weltweit konkurrenzfähig sein.

Sachsen wolle in Bezug auf den Einsatz von Wasserstoff als Baustein für nachhaltige Mobilität und Defossilisierung der Industrie beispielgebend sein, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Das HIC könnte dazu beitragen, dass sich das Land zu einem führenden Standort dieser Technologie in Deutschland entwickelt. Die Bewerbung wird von der Stadt und der TU Chemnitz, der TU Dresden, der Fraunhofer-Gesellschaft, BMW Leipzig und dem Automobilzulieferer Vitesco Technologies sowie vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen getragen und unterstützt.