Chemnitz gedenkt Opfer der Pogromnacht
Zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht wird am 9. November auch in Chemnitz an die systematische Verfolgung der Juden durch die Nazis erinnert. Die Gedenkrede auf dem Stephanplatz hält diesmal Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Damit der Verkehrslärm nicht stört, wird die Reichsstraße in diesem Bereich ab halb elf voll gesperrt. Auch in der Innenstadt sind an diesem Freitag mehrere Veranstaltungen anlässlich des 9. November geplant. Insgesamt sieben Demos und Kundgebungen sind angemeldet, sowohl aus dem linken als auch aus dem rechten Spektrum. Der Großteil wird sich auf der Brückenstraße abspielen. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Pogromnacht, gleichzeitig jährt sich am 9. November der Mauerfall. Vereine, Initiativen und Friedensgruppen haben zu einer Kundgebung gegen Rassismus aufgerufen. Die Städtischen Theater gestakten ein Bühnenprogramm. An der Synagoge starten halb sechs die Lichterwege für Toleranz und ein respektvolles Miteinander, und auch Pro Chemnitz will am Abend wieder demonstrieren. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor - Autofahrer müssen den ganzen Tag über mit erheblichen Behinderungen rechnen. Die Brückenstraße wird bereits ab 11 Uhr voll gesperrt.