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Chemnitz gedenkt der Zerstörung der Stadt vor 66 Jahren

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Chemnitz gedenkt heute der Zerstö­rung der Stadt vor 66 Jahren. Am 5. März 1945 war fast die gesamte Innen­stadt durch engli­sche und ameri­ka­ni­sche Bomben­an­griffe zerstört worden. Weil auch in diesem Jahr wieder Rechts­ex­treme den Gedenktag für ihre Zwecke mißbrau­chen wollen, hat ein Bürger­bündnis zum fried­li­chen Protest aufge­rufen. Zentrale Aktion wird ein Demokra­tie­pick­nick sein, das um 10 Uhr auf dem Theater­platz beginnt. Als beson­deres Zeichen der Erinne­rung wird zudem auf dem Neumarkt wieder das begeh­bare Friedens­kreuz aufge­stellt. Die Wände können die Chemnitzer mit ihren ganz persön­li­chen Friedens­wün­schen beschriften. Am Abend gibt es einen Gedenk­got­tes­dienst in der Jakobi­kirche, anschlie­ßend sollen alle Kirchen­glo­cken der Stadt gemeinsam läuten. Am 5. März 1945 hatten alliierte Bomber­ver­bände fast die gesamte Innen­stadt in Schutt und Asche gelegt. Die Haupt­an­griffs­welle wurde von 683 Flugzeugen der Typen Lancaster und Halifax geflogen; zwischen 21.37 und 22.08 Uhr warfen sie zielgenau zunächst 413 Luftminen mit rund 800 Tonnen ab und dann 859 Tonnen Brand­bomben und schlie­ß­lich 1.112 Tonnen Spreng­bomben. Die Chemnitzer Innen­stadt ging in einem Flammen­in­ferno unter.Die Polizei will bei gewalt­tä­tigen Aktionen rund um den Nazi-Marsch entschlossen durch­greifen. Störungen geneh­migter Versamm­lungen oder der Aufruf dazu seien unter Umständen Straf­taten, warnte die Polizei­di­rek­tion Chemnitz-Erzge­birge. Auch die Blockade geneh­migter Versamm­lungen sei rechts­widrig. Die Polizei werde nach geltendem Recht einschreiten, sagte Polizei­spre­cher Frank Fischer.