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Chemnitz erinnert an Bombennacht von 1945

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Mit einem Friedenstag erinnert Chemnitz am 5. März an die Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es diesmal keine große Abendveranstaltung. Stattdessen werden auf einer Leinwand vorm Rathaus kurze Filme gezeigt. Auch der Gedenkgottesdienst wird dort übertragen, denn in der Jakobikirche ist die Teilnehmerzahl auf 70 Personen begrenzt. Unter chemnitz.de gibt es außerdem zahlreiche digitale Angebote zum Friedenstag.

Zur Erinnerung an die Bombardierung im März 1945 wurde beispielsweise ein digitaler Stadtplan von Chemnitz mit vielen Zeitzeugenberichten erstellt. Mehr als 70 persönliche Erinnerungen sind dort in Wort und Bild festgehalten. Der Stadtplan zeigt die Orte, an denen die Zeitzeugen die Angriffe erlebt haben. Alle Berichte sind nach einem Aufruf der Stadt im vergangenen Jahr eingegangen. Sie sollen so für die Nachwelt dokumentiert werden.

Am 5. März 1945 hatten englische und amerikanische Bomberverbände Chemnitz in Schutt und Asche gelegt. Die Hauptangriffswelle wurde von knapp 690 Flugzeugen geflogen. Zwischen 21:37 Uhr und 22:08 Uhr warfen sie zielgenau über Chemnitz zunächst mehr als 400 Luftminen ab. Es folgten 860 Tonnen Brandbomben und schließlich mehr als 1.000 Tonnen Sprengbomben.

Die Stadt ging in einem Flammeninferno unter. Mehr als 2.000 Menschen verloren bei dem Angriff ihr Leben. An das Datum wird alljährlich mit einem Friedenstag erinnert.