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  • Auch diese Kastanie in einem Grundstück an der Carolastraße ist von der Minier-Motto befallen.

Chemnitz droht ein Kastanien-Sterben

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Braune Blätter mitten im Sommer. Kahle Kronen lange vor dem Herbst. Dieses Bild zeigt sich derzeit an vielen Straßen in Chemnitz. Betroffen ist die Kastanie. Nach Angaben der Stadt weisen nahezu alle erfassten Rosskastanien Befallsspuren der Kastanien-Miniermotte auf.

Fast jede Kastanie zeigt Schäden

Allein im städtischen Straßenbaumbestand stehen 1.075 Rosskastanien. Bei nahezu jeder Kastanie sind Symptome zu erkennen. Der Stadt fehlen Angaben zur Gesamtzahl auf privaten und anderen Grundstücken. Die braunen Blätter gehen vor allem auf die Kastanien-Miniermotte zurück. Der Schädling stammt ursprünglich vom Balkan. Inzwischen ist er in ganz Mitteleuropa verbreitet und breitet sich weiter aus.

Besonders deutlich zeigen sich die Schäden in Jahren mit großer Hitze und Trockenheit. Dann färben sich die Blätter früher braun und fallen vorzeitig ab.

Hitze könnte Kastanie dauerhaft schwächen

Bislang konnten die Chemnitzer Rosskastanien den Befall ausgleichen. Im folgenden Frühjahr trieben sie wieder normal aus und blühten. Im Laufe des Sommers kehrten die Schäden jedoch zurück. Die Stadt warnt nun vor einer möglichen Verschärfung. Sollten extreme Hitze und Trockenheit infolge des Klimawandels häufiger auftreten, könnten die Bäume dauerhaft geschwächt werden. Auch ein Absterben einzelner Kastanien sei dann nicht ausgeschlossen.

Gegenmaßnahmen gegen die Miniermotte plant die Stadt nicht. Sie seien logistisch nicht umsetzbar und könnten die weitere Ausbreitung nicht stoppen. Andere größere Schädlingsprobleme an Chemnitzer Bäumen gibt es derzeit nicht.