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Chemnitz bewirbt sich als Kulturhauptstadt

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Chemnitz bewirbt sich als zweite sächsi­sche Stadt nach Dresden um den Titel als Europäi­sche Kultur­haupt­stadt 2025. Der Stadtrat beschloss am Abend mit großer Mehrheit, die Bewer­bung vorzu­be­reiten. Dafür will die Stadt in den nächsten Jahren insge­samt 1,2 Millionen Euro ausgeben. Die Bewer­bung muss bis 2019 einge­reicht werden. Über die Vergabe des Titels entscheidet dann die Europäi­sche Union. Neben Dresden und Chemnitz stehen Nürnberg und Magde­burg als Kandi­daten fest. Inter­esse haben zudem Kassel, Leipzig, Halle/Saale sowie Lübeck gemeinsam mit Hamburg bekundet. Essen war 2010 als letzte deutsche Kommune Europas Kultur­haupt­stadt. Leiter des Chemnitzer Projektes wird Ferenc Csák. Der Ungar steht seit 2015 dem Kultur­be­trieb der Stadt vor. Die Bewer­bung sei ein strate­gi­sches Projekt, das über das Jahr 2025 hinaus­gehe, hieß es vonseiten der Stadt. Man wolle sich mit seiner Geschichte ganz Europa präsen­tieren - angefangen beim "sächsi­schen Manchester" wegen der Textil­in­dus­trie über die sozia­lis­ti­sche Vorzei­ge­stadt bis zum Wandel nach der Wende zur selbst ernannten "Stadt der Moderne". Sollte Chemnitz gewinnen, muss die Stadt noch einmal 20 Millionen Euro an Eigen­mit­teln für das Projekt "Kultur­haupt­stadt" aufbringen. Insge­samt werden 80 Millionen Euro veran­schlagt, ein Großteil des Geldes kommt von der EU.