Chemcats peilen Play-Offs an
Mit einer neuen Mischung aus Erfahrung und talentierten deutschen Spielerinnen will Basketball-Bundesligist Chemcats Chemnitz in der neuen Saison in die Play-Offs stürmen. Nachdem der Club in der vergangenen Spielzeit am letzten Spieltag nur mit Schützenhilfe die Klasse hielt, soll nun mindestens Platz acht erreicht werden. „Wir wollen es auf keinen Fall noch einmal so spannend machen“, sagte Trainer Raoul Scheidhauer. Der Coach wollte im Sommer einige Leistungsträgerinnen an den Verein weiter binden, doch das klappte nur teilweise. „Leider kamen uns da einige Angebote von höherplatzierten Vereinen oder der Wunsch der Spielerinnen, ins Ausland zu gehen, dazwischen“, erklärte Scheidhauer. So verließ mit der US-Amerikanerin Brianne O'Rourke eine der stärksten Akteurinnen der abgelaufenen Saison den Verein. Auch Henna Salomaa und Savenna Werner suchten eine neue Herausforderung. Scheidhauer konnte aber für Ersatz sorgen. Mit den US-Amerikanerinnen Sami Whitcomb, Samantha Meissel, der Serbin Nevena Saponjic und der Niederländerin Kelly Brugman soll mehr Erfahrung in die Mannschaft kommen. „Wir haben in der letzten Saison viele enge Spiele verloren, da hat uns einfach die Abgeklärtheit gefehlt. Sami und Nevena haben internationale Spiele absolviert und werden uns in dem Punkt sicher weiterbringen“, hofft der Coach. Zudem setzt der Verein, der einen Gesamtetat von 225 000 Euro hat, auf junge deutsche Spielerinnen wie die U20-Auswahlakteurin Christina Schnorr. Der erste Höhepunkt wartet bereits dieses Wochenende auf die Chemcats, denn das große „Season Opening“ findet diesmal in Chemnitz statt. So werden am Samstag und Sonntag die ersten sechs Partien der neuen Spielzeit in der Richard-Hartmann-Halle ausgetragen. Die Gastgeberinnen laufen am Samstag 17.00 Uhr gegen die Eisvögel USC Freiburg auf.„Es ist toll für Spielerinnen und Trainer, dass alle Teams auf einmal da sind und man bereits alle Gegner unter die Lupe nehmen kann“, freut sich Scheidhauer. Der Trainer glaubt, dass die Liga an Qualität gewonnen hat: „Zwischen Platz vier und zehn wird es ganz eng zugehen und von Pflichtsiegen oder sicheren Punkten kann man dieses Jahr nicht reden.“