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Chef der Kunstsammlungen von Neonazis verprügelt

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Der Generaldirektor der Chemnitzer Kunstsammlungen, Frederic Bußmann, ist am Konkordiapark von einer Gruppe Neonazis verprügelt worden. Er hatte am Donnerstagabend auf dem Heimweg mehrere junge Leute „Sieg Heil“ rufen hören. Als er sie darauf ansprach, prügelten sie auf den Museumschef ein.

Er wurde laut Polizei leicht verletzt, auch seine Brille ging kaputt. Bußmann flüchtet in die Polizeidirektion an der Hartmannstraße. Die Beamten konnten fünf der Angreifer stellen. Es handelt sich um zwei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 15 und 20 Jahren.

Nach dem Zwischenfall hat Bußmann einen Kurswechsel in der Bildungspolitik gefordert. Es seien in Sachsen mehr Gewaltpräventionsprogramme nötig, außerdem müsse die werteorientierte Schulbildung ausgebaut werden, so Bußmann. Fächer wie Geschichte und Politik aber auch Ethik würden zu wenig unterrichtet.