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CFC feuert Heine

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Karsten Heine ist nicht mehr Coach beim Chemnitzer FC. Der Club hat Heine am Mittwoch mit sofor­tiger Wirkung beurlaubt und zog damit die Konse­quenzen aus der sport­li­chen Talfahrt der letzten Wochen. Einen Nachfolger hat der Verein bereits bekannt gegeben. Sven Köhler (50) übernimmt Heines Aufgaben. Der ehema­lige CFC-Spieler war zuletzt viele Jahre Trainer beim Halle­schen FC.Auch beim 0:2 gegen die SG Sonnenhof Großas­pach war Chemnitz nicht die erhoffte Trend­wende geglückt, noch während des achten Spiels ohne Sieg nachein­ander schallten "Heine Raus!"- Rufe von den Rängen. Unmit­telbar nach der Heimpleite wollte sich CFC-Präsi­dent Mathias Hänel zunächst nicht zur Trainer­frage äußern. Er sprach von einem Zeitfenster von mehreren Stunden bis Tagen, am Mittwoch ging es dann ganz schnell. Der Verein danke "Heine ausdrück­lich für seine in den vergan­genen über zwei Jahren geleis­tete Arbeit", hieß es vom CFC. Der 60-Jährige hatte den Job bei den Himmel­blauen im Oktober 2013 übernommen, sein Vertrag lief bis Juni 2017. In der Vorsaison erreichte er mit der Mannschaft einen guten fünften Rang. Unter seiner Regie wurden immer wieder umfang­reiche Änderungen am Kader vorge­nommen, insge­samt gab mehr als 70 Zu- und Abgänge. Von der Qualität des aktuellen Perso­nals zeigte sich der Coach jedoch noch Anfang dieser Woche überzeugt. "Seitdem ich in Chemnitz arbeite, ist das der Kader mit der größten Qualität. Ob mit oder ohne Heine - die Mannschaft kommt da unten raus", betonte der Coach. Auch gegen Großas­pach blieb die Elf diesen Nachweis aller­dings schuldig. Nachdem der CFC in der ersten Halbzeit einige gute Chancen nicht nutzte, verschoss Torjäger Anton Fink nach einer Stunde auch noch kläglich einen Foulelf­meter. Gäste-Torwart Chris­to­pher Gäng hielt beim Stand von 0:0 sicher. "Dieser Elfer ist das Spiegel­bild der bishe­rigen Saison. Wir treffen einfach die Kiste nicht, auch ich hätte gegen Großas­pach ein Tor machen müssen", sagte Winter­neu­zu­gang Daniel Frahn selbst­kri­tisch. Die Situa­tion wird dabei auch für das Abstiegs­duell bei der zweiten Mannschaft des VfB Stutt­gart am Sonntag nicht einfa­cher: Torwart Kevin Kunz sah vor dem Elfmeter zum 0:2 die Rote Karte. Ob die Mannschaft die von Heine prophe­zeite Qualität wirklich hat, scheint immer fragli­cher. Auch die ständigen Perso­nal­wechsel - Chemnitz verpflich­tete ohne Not Marius Gersbeck von Hertha BSC als neuen Torwart - brachten keine Ruhe in die Mannschaft. Sport­di­rektor Stephan Beutel hatte diese Perso­nal­po­litik unlängst noch vertei­digt. "Alle Entschei­dungen sind mit großer Überzeu­gung und Konse­quenz getroffen worden. Ziel dieser perso­nellen Verän­de­rungen war es, so schnell wie möglich eine Mannschaft zusam­men­zu­stellen, die über die quali­ta­tiven und charak­ter­li­chen Eigen­schaften verfügt, um die ehrgei­zigen Ziele des Clubs zu reali­sieren", sagte Beutel. Doch dieses Vorhaben ist beim CFC bis zum 28. Spieltag misslungen - nun soll es Köhler als neuer Hoffnungs­träger richten.