Völlig überraschend: Schiffe passieren Carolabrücke
Völlig überraschend querten am Dienstagnachmittag gleich sechs Schiffe der Weißen Flotte in Dresden die Carolabrücke! Los gings um 15.31 Uhr mit dem Salonschiff „August der Starke“, gefolgt von der „Pillnitz“ und anderen Dampfern, die dringend in die Werft nach Laubegast müssen.
„Sie werden dort schon seit Dezember erwartet. Der erneute Bombenfund hatte uns einen Schrecken eingejagt, mit dem sich die Durchfahrt verzögert hätte“, erklärte Weiße-Flotte-Sprecher Christoph Springer. Aber zum Glück entpuppte sich der dritte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg als ungefährlich. Der Zünder fehlte, wie bei dem Fund vom Vortag.
„Wir haben eine Ausnahmegenehmigung vom Wasser- und Schifffahrtsamt bekommen“, so Springer. Zuvor hatte Brücken-Experte Prof. Steffen Marx von der TU Dresden sein OK gegeben, ein Peilschiff hatte nochmal den Boden der Elbe abgesucht und ein Bagger auf einem Frachtschiff die Fahrrinne vertieft.
Für alle anderen Frachtschiffe bleibt es dabei: Erst ab nächsten Montag (3. Februar) dürfen sie zu festgelegten Zeiten und unter Beobachtung der Brückenexperten die Carolabrücke passieren.
Und so gehts danach weiter: „Der Abriss des Brückenzugs C ist in vollem Gange. Bis Ende März arbeiten wir auf der Neustädter Seite. Wir werden die beiden schrägen Teile über Pfeiler D abreißen parallel dazu, dass es kontrollierte Fahrten der Schifffahrt gibt. Wir arbeiten derzeit an einem Konzept zum Abriss der Züge A und B. Das muss man mit allen Eventualitäten nochmal gut durchdenken. Was passiert in Bad Schandau, wie kombinieren wir bestimmte Sachen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Der Zeitplan hierfür liegt noch nicht vor, den erarbeiten wir gerade“, erklärt Straßen- und Tiefbauamtsleiterin Simone Prüfer.