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Busunfall: Tausende spenden für Familie des toten Jungen

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Nach dem schweren Busunfall zwischen Sehmatal und Cranzahl, bei dem am Dienstag ein zehnjähriger Junge ums Leben kam, rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Bei einem Crowdfunding sind für die Familie des Jungen inzwischen (Stand Donnerstag, 17.15 Uhr ) schon über 80.000 Euro zusammengekommen. An die 4.000 Menschen haben gespendet.

Der Organisator der Aktion ist ein Unternehmer aus Sehmatal. Er schreibt im Spendenaufruf, er hoffe, die Erzgebirger stehen zusammen, und man könne der Familie mit dem Geld wenigstens ein bisschen helfen.

Wenn auch Sie etwas spenden möchten - zur Aktion geht es hier.

Die Kirche in Neudorf hatte Dienstagabend geöffnet, als Raum zum Gedenken und zum Gebet, um der eigenen Fassungslosigkeit Ausdruck zu geben, hieß es in der Einladung. Bischof Heinrich Timmerevers twitterte, er bete besonders für den verstorbenen Jungen und seine Familie. Man könne den Schmerz nur erahnen.

Der Bus der Linie 428 war auf dem Weg zum Busbahnhof in Annaberg-Buchholz. Der Unfall passierte auf der Umleitungsstrecke, sagte ein Sprecher der RVE. Zuerst war der Bus mit einem Streufahrzeug zusammengestoßen und dann gegen einen Baum geprallt.

Die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Der Unglücksbus und das Streufahrzeug, mit dem er zusammenstieß, wurden beschlagnahmt, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem werde ein Gutachter hinzugezogen.

Der Zehnjährige war noch am Unfallort gestorben, 13 weitere Menschen, darunter elf Kinder, wurden verletzt. Der Busfahrer und eine 59 Jahre alte Mitfahrerin schwer. Ihr Zustand sei unverändert, aber nicht lebensbedrohlich, hieß es weiter.