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Bundesweit stärkster Anstieg der Sterbefälle in Sachsen

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In keinem anderen Bundesland ist die Zahl der Sterbefälle während der Corona-Pandemie so stark gestiegen wie in Sachsen. Im Zeitraum vom Pandemiebeginn im März vergangenen Jahres bis zum Februar dieses Jahres starben im Freistaat 65.649 Menschen, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht. Im Vergleich zum Zeitraum von März 2019 bis Februar 2020 waren es demnach 10.464 Tote mehr. Die Zahl der Sterbefälle erhöhte sich damit um 19 Prozent.

„Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre“, sagte der Vizepräsident des Amtes, Christoph Unger, in Wiesbaden. Die Corona-Pandemie habe zu einer sogenannten Übersterblichkeit geführt.

2020 starben bundesweit fünf Prozent mehr Menschen als 2019. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg der Sterbefallzahlen um zwei Prozent zu erwarten gewesen. Betrachtete man die ersten zwölf Monate der Pandemie - März 2020 bis Februar 2021 - starben sogar 7,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum.

Die Todesursachen-Statistik gibt Aufschluss, wer 2020 an und wer mit Corona gestorben ist. Laut Destatis starben knapp 40.000 Menschen an Covid-19 als Grundleiden, bei gut 8.000 war Covid-19 als Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet. (dpa)