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Bundespräsident im Dialog mit Chemnitzern

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Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Chemnitz besucht. Das Staatsoberhaupt wurde am Donnerstagmittag von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig im Rathaus empfangen. Dort schrieb sich Steinmeier in das Goldene Buch der Stadt ein. Danach gab es ein Mittagessen im Ratskeller mit Einzelhändlern und Gastronomen aus der Innenstadt. Gut neun Wochen nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 35-jährigen Deutschen wollte Steinmeier auch mit Bürgern sprechen. Dazu gab es dann am Nachmittag ein Gespräch im Landesarchäologiemuseum. 13 Menschen aus Chemnitz waren zum Gespräch mit Steinmeier eingeladen. Hierfür wurde eine Kaffeetafel im Museum ausgerichtet. Steinmeier verurteilte im Rathaus zum wiederholten Mal sowohl das Verbrechen als auch die rechten Kundgebungen im Anschluss. Einige Menschen hätten versucht, die Empörung und die Wut, die es gab, zu missbrauchen. Man habe Hass auf den Straßen und den Gebrauch verfassungswidriger Symbole gesehen und man habe auch beobachtet, dass versucht worden sei, Gewalt auf die Straße zu bringen, sagte der Bundespräsident. "Es muss eindeutig bleiben in unserem Lande, dass die Verfolgung von Straftaten Aufgabe der Sicherheitsbehörden ist", betonte er. Niemand dürfe als Rächer für andere auftreten. (dpa)