Bund und Länder: 2G plus für Gastronomie deutschlandweit
In Deutschland ist der Zutritt zu Restaurants, Kneipen, Bars und Cafés für doppelt Geimpfte und Genesene bald nur noch mit einem tagesaktuellen, negativen Schnelltest möglich. Darauf haben sich Bund und Länder in einer gemeinsamen Videoschalte verständigt. Dabei soll ein Antigentest reichen.
„Das ist ja sorgfältig mit allen Expertinnen und Experten diskutiert worden“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz auf die Frage, ob PCR-Tests nicht sinnvoller seien für das Freitesten. Die nun beschlossene Regel sei von allen auch für die geeignetste und am einfachsten umsetzbare gehalten worden, so Scholz.
Die sogenannte 2G plus-Regel gilt demnach bundesweit und unabhängig von der lokalen Inzidenz. Ausgenommen von der Testpflicht sind Personen mit einer Booster-Impfung. Wer keinen Impf- oder Genesenennachweis hat, darf nicht in die Gastronomiebetriebe.
Bund und Länder haben außerdem neue Quarantäne-Regeln vereinbart. Künftig können sich Infizierte und Kontaktpersonen bereits nach sieben Tagen freitesten. Bei Kontaktpersonen aus der kritischen Infrastruktur soll das sogar schon nach fünf Tagen möglich sein. Das gilt ebenso für Schüler.
Vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kam bereits vorab scharfe Kritik an den neuen Regeln. „Flächendeckend 2G plus wäre eine Katastrophe für Kneipen und Restaurants“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der BILD. Wirte dürften nicht die Leidtragenden sein, wenn die Regierung „offenbar Anreize für die dritte Impfung“ schaffen wolle. Stattdessen gelte es, Impf- und Testkapazitäten ausbauen, damit diese „zermürbende Situation“ schnellstmöglich beendet werde.