Bündnis ruft zur Demo gegen Rechts auf
Ein breites Bündnis aus Vereinen, Gewerkschaften und Parteien hat die Chemnitzer dazu aufgerufen, am 1. Mai ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. An dem Tag will „Der Dritte Weg“ in Chemnitz aufmarschieren. Die Partei wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Gegen den Aufzug gibt es Widerstand von vielen Seiten. Der DGB plant eine Kundgebung mit anschließender Demo. Dabei werden auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sprechen. Neben dem DGB haben mehr als 25 Parteien, Initiativen, Vereine, Clubs und Kirchenvertreter gemeinsam dazu aufgerufen, für Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt zu demonstrieren. Die DGB-Kundgebung wird die Route der rechten Demonstranten mehrfach kreuzen. "Es soll in Sicht- und Hörweite der Nazidemonstration vielfältiger, bunter Protest gelebt werden", hieß es von Ralf Hron, Geschäftsführer beim DGB Südwestsachsen. Hron betonte, dass es ausschließlich um gewaltfreie Proteste gehe. "Wir begrüßen alle friedlichen Aktivitäten", sagte er. Zur Auftaktkundgebung rechne er mit rund 1000 Teilnehmern. Für den anschließenden Marsch zum Stefan-Heym-Platz erwartet er dann mehrere tausend Menschen. "Man muss in dieser Demokratie seinen Hintern hochbekommen und dafür eintreten", sagte Hron.