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Bündnis kritisiert Freispruch für prügelnden Polizisten

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Das Bündnis "Chemnitz Nazifrei" hat das Urteil des Landge­richts gegen den prügelnden Polizisten kriti­siert. Der 29-Jährige war vom Vorwurf der Körper­ver­let­zung im Amt freige­spro­chen worden, nachdem er bei einer Cegida-Demo einem Gegen­de­mons­tranten einen Faust­hieb verpasst hatte. Die Einschät­zung des Richters, es habe sich um eine angemes­sene Schock­technik gehan­delt, sei erschre­ckend, sagte der Bündni­spre­cher Martin Bott. Mit dem Urteil werde willkür­liche Polizei­ge­walt im Amt legiti­miert. „Nach dem Schlag in die Magen­grube folgt nun durch die Justiz ein Schlag ins Gesicht des Opfers", kriti­siert Bott. Die Sachlage sei offen­sicht­lich. Jeder könne die besagte Szene auf einem Video nachvoll­ziehen. "Dass ein solcher Übergriff ein angemes­sener Umgang von Staats­die­nern mit Demons­tra­ti­ons­teil­neh­mern sein soll, sollte uns allen zu denken geben“, sagte Martin Bott unserem Sender.