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Brücke über Bautzener Spreetal kann über 300.000 Touristen zusätzlich anziehen

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Die Fußgängerbrücke über das Bautzener Spreetal könnte jährlich bis zu 300.000 Touristen zusätzlich anziehen, sagte uns Oberbürgermeister Alexander Ahrens. Er verwies auf einen Entwurf des Tourismusgutachtens. Rund zwei Drittel der Geschäfte, Gaststätten und Cafés könnten davon profitieren. Der Entwurf liegt seit kurzem der Stadtverwaltung vor. Als problematisch wird die Parkplatzsituation gesehen. Die von der Stadt geplante Verdoppelung der Stellflächen an der Schliebenstraße würde nicht ausreichen, sagte uns Oberbürgermeister Alexander Ahrens. An dieser Stelle müsse noch nachjustiert werden.

Belastbare Planungsdaten für die Fachwerkbrücke erwartet der OB im Spätherbst. Ein für ursprünglich zur Bundestagswahl im September in Aussicht gestellter Bürgerentscheid werde – wenn der Stadtrat zustimme – erst im nächsten Jahr stattfinden. Ahrens schlug als Termin die Oberbürgermeisterwahl vor.

Eine 120 Meter lange Fachwerkbrücke soll vom Protschenberg zum Langhaus in der Bautzener Altstadt führen und der angrenzende Burgwasserturm erschlossen werden. Denkbar wäre dort eine Sky-Bar über den Dächern von Bautzen. Über einen verglasten  Aufzug im Burgwasserturm könnte auch eine Verbindung zur unteren Altstadt geschaffen werden.

Langhaus und Burgwasserturm, die derzeit in Landesbesitz sind, sollen für Besucher zugänglich gemacht werden. Die beiden denkmalgeschützten Bauten müssten aber restauriert und saniert werden.

Eine Kostenkalkulation wird mit der Planung im Spätherbst vorliegen. Nach einer ersten Schätzung könnte die Brücke  zwischen viereinhalb und sechs Millionen Euro kosten. Hinzu kämen noch einmal fünf bis sechs Millionen für die Sanierung der beiden Gebäude.Sachsen will das Bautzener Projekt finanziell unterstützen.

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Oberbürgermeister Alexander Ahrens
Reporter Knut-Michael Kunoth